ESCH/BELVAL
SIMONE MOLITOR

Deutsche Band Frida Gold überzeugte am Freitag in der Rockhal

Bei dieser Band ist der Name Programm: Goldfarben ist nicht nur das Mikrofon, „Gold“ taucht außerdem in etlichen Songpassagen auf und goldrichtig lag die Band Frida Gold am Freitagabend auch beim Publikum, das Sängerin Alina Süggeler schnell in ihren Bann gezogen hatte. Dazu brauchte es nur eingängige Melodien, tanzbare Pop-Rhythmen und Lyrics, die unverschämt leicht hängen bleiben.

Bekanntheitsgrad erlangte die Band besonders mit den beiden Singles „Zeig Mir Wie Du Tanzt“ und „Wovon Sollen Wir Träumen“, auf die bald noch weitere Ohrwürmer folgten. Die kühl wirkende Frontfrau kam im Clubsaal der Rockhal schnell zur Sache. Während sich andere Bands erfahrungsgemäß Zeit lassen, bis sie ihren großen Hit präsentieren, stimmten Frida Gold „Liebe ist meine Rebellion“ gleich als zweite Nummer des Abends an. Ihr Pulver war damit aber noch längst nicht verschossen, das Publikum weiter gespannt, durchaus aber schon in der richtigen Stimmung, und Sängerin Alina immer noch in einen Mantel gehüllt, an dem Cruella De Vil sicherlich Gefallen gefunden hätte.

Kontinuierliche Stimmungssteigerung

Mit „Die Dinge haben sich verändert“ stimmte die junge Dame mit Kurzhaarschnitt die derzeit aktuellste Single der aufstrebenden Band aus dem Bochumer Raum an. Auf gefühlvolle Anfangstakte, folgten rhythmische Dance/Pop-Vibes, und am Ende lautet das Fazit wiederum: Ohrwurm-
qualität.

Die Hüllen, beziehungsweise der Mantel fiel beim groovigen Song „Unsere Liebe ist aus Gold“. Im knappen Kleidchen steigerte sich bei Alina nun auch die Flirtlaune. Immer wieder blickte sie lasziv ins Publikum - beziehungsweise auf einen unsichtbaren Punkt irgendwo hinten in der Ecke des Raums - stieg das Treppchen auf der Bühne selbstsicher rauf und dann wieder runter, spielte mit ihren Reizen und ließ die Hüften auffordernd kreisen, wobei man sagen muss, dass sie teilweise einen etwas eigenartigen Tanzstil an den Tag legte. Von ihrer nachdenklichen Seite zeigte sich die Sängerin bei „Miss You“ , derweil sie bei „Undercover“ ihre starke Stimme einmal mehr unter Beweis stellte und alles um sich herum zu vergessen schien. Auch „Himmelblau“ groovte ordentlich. Am Ende gab‘s Lob fürs Publikum: „Ihr macht uns sehr viel Spaß“. Und uns bleibt nur die Feststellung, dass diese Band noch viel Potenzial hat.