CLAUDE KARGER

„Auf und davon“ seien sie, die Koalitions-Talks zwischen DP, Grünen und LSAP, meint die Erzbistumszeitung, die mehr vom „Formateur“ hören möchte. Aber: „rhetorisch dreht er sich seit dem Auftakt der Gespräche immer nur im Kreis“. Hat vielleicht damit zu tun, dass zunächst mal eine Menge Leute angehört werden, Arbeitsgruppen arbeiten und dann erst Tacheles geredet wird. Ende November, wenn der Fahrplan für die nächsten fünf Jahre geschnürt ist und die Ministerien aufgeteilt sind, dürfte der neu-alte Regierungschef wohl mehr zu vermelden haben. Und: „in einer Koalition ist es halt wie in einer Ehe“, seufzt die „Wort“-Wochenrückblickerin: „Nach fünf Jahren kennt jeder die Macken des anderen. Doch in jeder guten Ehe wird auch mal gestritten. Mittlerweile wird aber auch fast jede zweite Ehe geschieden“. Ob „ménages à trois“ länger halten? Bei den Sozis scheint der Hausfrieden jedenfalls erhalten zu bleiben. Das jedenfalls eine Stellungnahme von zwei prominenten Vertretern der „LSAP-Linken“ nahe: „Knackpunkte mit den möglichen Koalitionspartnern sehen sie kaum noch“, kommentiert das „T“ leicht überrascht. Sogar der DP würden die Genossen „fast schon goldene Brücken“ bauen. Wetten, dass der nächste LSAP-Kongress doch reichlich aufregend wird.