Hallelujah! Ausgerechnet beim deutschen Katholikentag kündigte die deutsche Kanzlerin gestern erlöserinnenhaft an, ihre Hand nun doch über den derzeit hibbeligsten Ex-Herz-Jesu-Klosterschüler halten zu wollen. Was sie wohl auf den sicheren Weg zurück bewegte? Die Warnung JCJs, er werde sämtliche Höllenhunde - und Godzilla - loslassen, falls er nicht EU-Kommissionschef wird? Eine höhere Macht? Die war vielleicht auch am Schlussprozessions-Wahlsonntag im Spiel. „Als Reaktion auf eine als bedrohlich empfundene Entwicklung in der gleichzeitig für unumgänglich gehaltenen europäischen Union hielten hierzulande die Wähler eher die Strategie der paternalistischen Zuflucht für die geeignete“, kommentiert das Wochenblatt „Land“ das Resultat, „getreu ihrer gottesfürchtigen Nationalhymne, „O Du do uewen, deem séng Hand (...) Behitt du d’Lëtzebuerger Land“ wählten sie konservativ und christkatholisch, um ihre Interessen in der Brüsseler Kommission vom ehemaligen Mister Euro Jean-Claude Juncker und im Europaparlament von der ehemaligen Roaming-Queen der Kommission, Viviane Reding, möglichst effizient verteidigen zu lassen“. Ob die Madonna des billigen Streunens es dort aber lange aushält? Mit glühenden Feuerhaken schüren manche schon das Gerücht, dass sie eher zuhause Regierungsbossin werden will. Himmel!