MERSCH
PATRICK VERSALL

Roger Wohlfart stellt acht Aquarelle im Merscher Park aus

Die letzten Nebelschwaden lichten sich gegen halb zehn über Mersch, während die ersten Kita-Betreuerinnen mit ihrer jungen Kundschaft die Klettergerüste im Park der Ortschaft erklimmen. Einige Meter hinter dem Spielplatz, zwischen dem Gehweg und dem Ufer der Mamer stehen seit nunmehr einigen Wochen acht Bilder von Roger Wohlfart.

Cartoonzeichner Wohlfart tauscht ab und zu seinen Stift gegen einen Spachtel ein, um mit Aquarellfarben abstrakte Arbeiten anzufertigen.

Aquarellfarben, weil er sie schnell auftragen muss: Denn „Spontan und schnell“ möchte der Cartoonist seine Werke malen, für manche seiner „Farbexperimente“ - O-Ton Wohlfart -benötigt er nur eine halbe Stunde. Der pensionierte Gymnasiallehrer hat durchaus Phasen, wo er nahezu im Akkord Aquarelle herstellt. Oft greift er zwei, drei Monate nicht zum Spatel.

Keine Vorlage

Die acht Bilder im Merscher Park zählen zu den ersten Werken, die in der öffentlichen Freiluftgalerie ausgestellt werden. Wohlfart selbst hatte die Idee, Arbeiten von sich im Park zu zeigen, als er durch die Anlage spazierte.

Die acht Bilder hat er nicht mit Titeln versehen, die Interpretationsmöglichkeiten sind unendlich. Seine aus abstrakten, mosaikartigen Farbkombinationen zusammengefügten Motive könnten Parklandschaften darstellen.

Den Park hat Wohlfart allerdings nicht als Vorlage für seine Werke benutzt, so viel verrät der Maler über seine Arbeiten. Er hält auf seinen Bildern spontane Ideen fest, Vorlagen benutzt er keine für die Werke.

In den 1980ern begann Wohlfart mit der Malerei und fertigte figurative Landschaften und Porträts an.

Die acht Arbeiten im Merscher Park werden drei Jahre lang dort zu sehen sein.