Michel Wolter, der auch schon etwas älter gewordene jüngste Abgeordnete aller Zeiten, ist mal wieder verschnupft, und zwar gehörig arg, hatten sich vergangene Woche doch tatsächlich einige hundert sassenheimerische Bürger und -innen erdreistet, auf die Straße zu gehen, um gegen eine andere Straße zu demonstrieren.

Als Niederkerschener Bürgermeister kann er so was natürlich nicht gutheißen, zumal Verkehr in diesem Fall „kein hausgemachtes Problem“ ist, wie er dem „Wort“ anvertraute, und die bösen sassenheimerischen Kommuneädilen zu allem Überfluss auch noch zu gänzlich unorthodoxen Methoden zurückgegriffen haben sollen. Dabei glaubt Wolter „an den gesetzlichen prozeduralen Weg und stört sich daher auch an der Vorgehensweise der Gemeinde Sassenheim, die am Donnerstag gratis Getränke verteilt hatte und Studenten engagierte, um Unterschriften zu sammeln“. Im übrigen würden auch sassenheimerische Bürger „im Supermarkt in Niederkerschen“ einkaufen, und wenn er nur wolle, dann könne er auch „1.000 Bürger mobilisieren“.

Um was es bei dem ganzen Tohuwabohu überhaupt geht? Keine Ahnung. Anscheinend um zwei farblich sich differenzierende Bürgermeister , die sich um irgend eine Straße streiten...