MANNHEIM
PATRICK VERSALL

Die Luxemburgerin Margot Reding-Schroeder stellt ab heute in Mannheim aus

Kunst als geistige und räumliche Flucht aus dem Alltag. Die Tableaus der Luxemburgerin Margot Reding-Schroeder bieten ab heute Samstag Kunstfreunden beide Ausbruchsmöglichkeiten. Auf Einladung der Mannheimer Galerie Boehner stellt die Luxemburgerin bis zum 18. August in deren neuen Räumlichkeiten aus.

Raus aus dem Schneckenhaus

Die Galerie war vor einer Handvoll Jahren auf die Werke der Künstlerin im Internet aufmerksam geworden; die erste Kontaktaufnahme diente als Grundstein für eine intensive Zusammenarbeit. Zweimal hatte Reding-Schroeder die Gelegenheit, auf Einladung der deutschen Galerie ihre Arbeiten auf Kunstmessen in der Bundesrepublik und den Niederlanden einem internationalen Kunstpublikum zu zeigen. Anfang 2014 wird die Mannheimer Galerie ihre Bilder auf der Art Messe Bolzano in Norditalien ausstellen. Margot Schroeder-Reding verzichtet bewusst darauf, eingelullt in den Mantel der Behaglichkeit, ihr artistisches Dasein im kleinen luxemburgischen Schneckenhaus zu frönen. Werke vorstellen, Gleichgesinnte treffen, dies alles ermöglichen ihr die Teilnahmen an internationalen Ausstellungen, wohlwissend, dass solche Kunst-Exkursionen in der Regel an einen logistischen wie auch finanziellen Aufwand geknüpft sind.

In Mannheim zieren Werke die Wände der Galerie, die Ende 2012 und Anfang dieses Jahres in Margot Reding-Schroeders Künstleratelier entstanden sind. Als Inspirationsquellen für ihre Tableaus dienen ihr, neben ihrem persönlichen Umfeld, nach wie vor die experimentell-improvisierten Choreografien sowie Bewegungen zeitgenössischer Tänzer. Die Authentizität des Individuums, seine physische wie metaphysische Präsenz steht im Blickpunkt der aktuellen Bilder. Gebündelte Energie und Dynamik auf Leinwand; Kohlezeichnungen und Farblasuren spielen eine Ode an das Leben, deren Liedtext in der universalen Sprache der Abstraktheit und Figuralität verfasst ist. Margot Reding-Schroeders Schaffen kreist um den menschlichen Körper, seine Regungen und seine Verletzbarkeit. Sie habe, so Margot Reding bei ihren neuen Werken graphische und farbliche Elemente noch mehr miteinander vermischt, damit die Präsenz des menschlichen Individuums noch mehr zum Tragen kommt.

Kein Abdriften

Ein Abdriften ins rein Abstrakte schließt sie aus; ihre Malerei wird auch weiterhin eine Gratwanderung zwischen dem Figurativen und Abstrakten darstellen: „Wir erleben unsere Welt durch unseren Körper, über unsere Sinne, unsere Gefühle, wir sind in diesem Körper: Deshalb möchte ich diese körperliche Präsenz nicht total abstrahieren in meinen Bildern“, so Margot Reding-Schroeder.
www.galerie-boehner.de