VALLETTA
DPA

Griechenland kann auf weitere Hilfsmilliarden im Sommer hoffen. Nach monatelangem Streit erreichte die Regierung am Freitag mit ihren internationalen Geldgebern eine Grundsatzeinigung auf geforderte Sparmaßnahmen 2019 und 2020. „Die großen Brocken sind jetzt geklärt“, sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem auf Malta.

Die neuen Reformzusagen sind Bedingung für die Auszahlung weiterer Milliarden aus dem seit 2015 laufenden dritten Hilfsprogramm für Athen.

Verabredet wurden nun nach Dijsselbloems Worten zusätzliche Sparmaßnahmen im Volumen von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Hälfte davon sollen Einschnitte im Rentensystem 2019 bringen, die andere Hälfte die Senkung von Steuerfreibeträgen 2020.

EU-Währungskommissar Pierre Moscovoci nannte die Einigung eine gute Nachricht. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos sprach von einer „substanziellen Vereinbarung“. Der Kompromiss am Rande der Eurogruppe auf Malta ist nur ein Zwischenschritt, aber ein politisch bedeutsamer.

Als nächstes sollen Experten der Kreditgeber in Athen letzte Details klären und den Fortschritt der griechischen Reformen beglaubigen. Bis 22. Mai soll sich die Eurogruppe abschließend damit befassen. Darüber hinaus müsste der Internationale Währungsfonds seine finanzielle Beteiligung zusagen.