LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

„Alles fängt mit einem Würstchen an“, schrieb dieser Tage ein „T“-Leitartikler, der Wind aus der „Gerüchteküche“ bekommen hatte, sei doch beim Gesundheitsministerium ein Grillfest im Gange. Tatsächlich wurde den Mitarbeitern der „Cellule Logistique“ gedankt, die einst tage- und nächtelang im internationalen Krieg um Atemschutzmasken und anderes medizinisches Material an der Front kämpften. Nun wird die Truppe aufgelöst – eigentlich eine gute Nachricht – derweil eine Maskenwelle über das Ländchen rollt. Tja, alles hat ein Ende, nur Würstchen haben zwei. Auf solche Dinger verzichtet seit geraumer Zeit Tischtennis-Nationalspielerin Sarah De Nutte, wie wir aus dem „Wort“ erfahren. Sie ist nämlich mit Grünzeug fitter. „Also sage ich: Gemüse, Gemüse, Gemüse!“ Solches kann man übrigens auf viele Arten und Weisen lecker auf dem Grill vorbereiten. Auf dem Bruzzler der Kritik kokelten indes zwei Monate lang die deutschen Grenzkontrollen, die nun zum Glück – bis auf Weiteres - in den Müll wandern. Das feierten am Samstagmorgen zwei Genossen auf der Schengener Moselbrücke, wobei sich der deutsche und der luxemburgische Chefdiplomat nicht mal wie gewohnt um den Hals fallen durften. Schluchz. Und ein Grillfest gab’s auch nicht. Nur ein Sprudel auf einer Parkbank. Europa ist noch nicht gerettet.