LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Wirtschaftsminister Franz Fayot zur Situation der Start-ups im Lux Future Lab

Die Meldung traf die Welt der Gründer unerwartet. Als Ende Juli bekannt wurde, dass die BGL BNP Paribas ihr Lux Future Lab auflösen will, in dem zahlreiche Start-ups ihren Sitz haben, sorgte das für Schlagzeilen.

Deshalb hakten die Abgeordneten Laurent Mosar (CSV) und Francine Closener (LSAP) nach und wollten wissen, ob die Ministerien informiert waren und welche Möglichkeiten sich jetzt für die Unternehmen bieten würden.

Wirtschaftsminister Franz Fayot hielt in einer Antwort fest, dass es seit der Gründung des Lux Future Lab 2012 zahlreiche Initiativen gegeben habe. Rund 15 private Initiativen stünden bereit. Hinzu kämen noch die Angebote des Luxembourg House of Financial Technology (LHoFT), Angebote der Städte Differdingen, Düdelingen und Luxemburg und den Studenten-Inkubator der Universität. Fayot sprach von „einer großen Auswahl“ für die Start-ups. Er verwies auch auf private Angebote wie Silversquare oder The Foundry.

Darüber hinaus betonte er, dass die Zahl der Start-ups im Lux Future Lab von rund 30 im Jahr 2017 gesunken sei auf aktuell 19. Die BGL BNP Paribas habe klar gemacht, dass sie ihren Mehrwert bei Start-ups weniger darin sehe, einen Inkubator zur Verfügung zu stellen, sondern eher darin, sie als Finanzpartner zu begleiten.

Die Bank habe die Start-ups in der Woche vom 20. Juli informiert und bestätigt, dass sie sehr flexibel hinsichtlich des Umzugs sei. Dieser könne noch bis zum 31. Januar 2021 erfolgen, da die Daten ausgeweitet worden seien. Fayot äußerte sich nicht dazu, wann das Ministerium informiert worden sei.
Der Wirtschaftsminister verwies auf aktuelle finanzielle Hilfen für die Start-ups in Bereichen wie Forschung, Innovation oder Digitalisierung. Darüber hinaus habe das Wirtschaftsministerium gerade 15 Start-ups im Rahmen des Wettbewerbs „StartupsVSCovid19“ eine finanzielle Hilfe gewährt, die bis zu 150.000 Euro betragen könne. Die ausgezeichneten Start-ups sollen Lösungen im Kampf gegen COVID-19 liefern. Desweiteren verwies er auf das Programm Fit4Start sowie europäische Programme.