LUXEMBURG/PARIS
INGO ZWANK

„Révélations“ im „Grand Palais in Paris“: Auch Luxemburg wird stark vertreten sein

Alle zwei Jahre strömen Künstler, Designer und Kunsthandwerker, aber auch Galerien und Stiftungen anlässlich der „Révélations“ in den „Grand Palais“ nach Paris. Dieses Treffen, in diesem Jahr vom 23. bis 26. Mai, ehre die Kreation und Kunst in all ihren Formen und biete den Besuchern durch die Vielfalt ihrer Teilnehmer und der Stücke, die vorgestellt werden, an, einen neuen Blick auf die unterschiedlichen Bereiche der Kunstschaffenden zu werfen. Vier Tage lang bestimmen Ausstellungen, Workshops, Konferenzzyklen und Vorführungen das Ereignis.

Diese vierte Ausgabe in diesem Jahr sei noch internationaler, wie von den Ausrichtern gestern im Rahmen der Vorstellungspressekonferenz in Luxemburg in Anwesenheit von Kulturministerin Sam Tanson und Mittelstandsminister Lex Delles, betont wurde - werden doch 23 Luxemburger Künstler sich nach Paris begeben und im eigenen und nachhaltig ausgerichteten Pavillon ihre Kunst ausstellen.

Europäischer Ansatz

Man wolle den europäischen Ansatz für den Handwerks- und Kreativsektor weiter stärken, indem man den Anteil der ausländischen Besucher und die Anzahl der Länder, die vertreten sind, erhöht.

Man erwarte zu dieser 4. Ausgabe mehr als 40.000 Besucher, rund 450 Designer und mehr als 33 Länder, doppelt so viele wie bei der letzten Ausstellung.

Nach dem Erfolg der Ausgabe 2017 gebe man das Erlebnis „Hors les murs“ vor und biete mehr Veranstaltungsorte und ein umfassenderes Angebot für das breite Publikum. Für 2019 wurde das Programm um prestigeträchtige und ungewöhnliche Ausstellungsräume erweitert, und seit der Gründung habe sich „Révélations“ als starker wirtschaftlicher Hebel erwiesen. Die von Sammlern und Planern hochgeschätzte Biennale entwickelt und schafft so alle notwendigen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Austausch und ebenso geschäftliches Treffen. Eine Premiere in diesem Jahr: Der ganze 22. Mai ist ausschließlich den Fachleuten der Branche gewidmet.

Verbindendes

Delles sprach den hier verbindenden Punkt von Kreativität, Kunst und Handwerk an, der auch seine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung habe „und auch entsprechend eine kulturelle Bereicherung darstellt.“ So biete der Salon ein außergewöhnliches Schaufenster und ebenso eine Plattform für die nationalen Akteure.

Dies sei wichtig für die Sichtbarkeit und auch die Vermarktung des Berufsstands, der stets wachsen würde, so der Minister über das Rückgrat der Wirtschaft, das Handwerk. „Dabei brauchen wir kreative Köpfe, die von ihrer Arbeit leben können“, sagte Delles bezüglich des Wunsches der Selbstständigkeit vieler Handwerker.

Tanson sprach den Aspekt von Kultur und Kunsthandwerk an, „die eine große und lange Tradition in Luxemburg haben“ - so wie Bernard Molitor oder auch Nicolas Villeroy und Jean-Francois Boch, die Gründer von Villeroy&Boch. Tom Wirion, Direktor der Handwerkskammer, zeigte sich sehr zufrieden über die Entwicklung des Handwerks und eröffnete offiziell die Börse 2019 von „De Mains de Maîtres“. Vor Ort in Paris stehen ferner Events wie „Art Paris art fair“, „Coup d’envoi de la 28ème édition du Tour Auto Optic 2000“ oder auch „Taste of Paris“ neben den Ausstellungen auf dem Programm. Bei „Taste of Paris“ handelt es sich beispielsweise um die Verkostung von Rezepten großer Sterneköche sowie Spezialitäten der besten Hauptstadtrestaurants, eine Vorstellung der neuesten Pariser Gastronomie-Trends, Treffen mit den bekanntesten Küchenchefs (Kochvorführungen) und die Gelegenheit, sich mit den exquisiten Produkten der besten französischen Hersteller einzudecken.