LUXEMBURG/FOETZ
PATRICK WELTER

Staatssekretäre weihen Erweiterung der Technoport S.A. in Foetz ein

Das Gewerbegebiet Foetz steht für die meisten Luxemburger für Baumarkt, Shopping-Center und Autohändler, letztere gefühlt im Dutzend. Dass sich in einem schmucklosen Gebäudekomplex ein wirtschaftliches und wissenschaftliches Kleinod verbirgt, ist dem breiten Publikum nahezu unbekannt.

Unter dem Dachnamen Technoport finden sich drei Teilbereiche, in denen Wissenschaftler, Unternehmensgründer und Jungforscher zusammenarbeiten. Die Technoport S.A. ist aus einem Zusammenschluss des 1998 gegründeten Start-up Zentrums des öffentlichen Forschungszentrums Henri Tudor und von Ecostart I und II, 2004 gegründeten Einrichtungen des Wirtschaftsministeriums zur Unternehmensförderung, hervorgegangen. Das neue Unternehmen existiert seit dem Sommer 2012, es gehört zu 75 Prozent dem Staat und zu 25 Prozent dem Investitionsfond SNCI. Um den internationalen Charakter zu unterstreichen, ist nicht nur der Internetauftritt in Englisch, auch die einzelnen Abteilungen präsentieren sich als „Technology-oriented Business Incubator“, „Coworking“ und „The Fab Lab“.

16.000 Quadratmeter Raum für Start-ups

Die Technoport S.A. verfügt neben den vier Gebäuden in Foetz noch über ein weiteres in Esch/Alzette. Insgesamt können 16.000 Quadratmeter Arbeitsfläche jungen Unternehmern und Start-ups zur Verfügung gestellt werden. Zentrale Unternehmenszwecke sind die Bildung und Förderung von innovativen und Technik-orientierten Firmen. In dem Unternehmens-Brutkasten können junge Unternehmer ihre ersten Schritte tun. Auch Fremdfirmen, die mit ihren Innovations- oder Forschungsabteilungen nach Luxemburg kommen wollen, können sich in Foetz ansiedeln.

Die Start-up Programme umfassen einen Zeitraum von jeweils drei bis vier Jahren. 2013 wurden neun und 2014 acht Jungunternehmen in das Programm aufgenommen. Bisher haben nach dem Ablauf der jeweiligen Programme 90 Prozent der Firmen auf eigenen Beinen stehen können.

Wichtiger Beitrag zum Forschungsstandort Luxemburg

Gestern konnten die Staatssekretärin aus dem Wirtschaftsministerium, Francine Closener, und Marc Hansen, Staatssekretär für Hochschulen und Forschung, neue Gebäudeteile in Foetz ihrer Bestimmung übergeben. Für beide Ministerien stellt das so genannte Gewächshaus für junge Unternehmen die ideale Verbindung von öffentlicher Forschung und Wirtschaft dar.

Gleichzeitig sei es ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Wissenschaftsstandorts Luxemburg, so Marc Hansen. Für Francine Closener passt der Technoport auch perfekt in die Strategie für den Weg zu „Digital Lëtzebuerg“.


www.technoport.lu