LUXEMBURG
ROBERT KOHLL

Heute ist Weltwassertag; der seit 1993 abgehaltene Observationstag der Vereinten Nationen soll Mitgliedsstaaten dazu motivieren, konkrete Aktionen zum Wasser- und Gewässerschutz vorzunehmen und auch lokal für eine bessere Wasserversorgung der unterversorgten Regionen zu sorgen. So beschäftigt es sich seit 2010 auch jährlich mit bestimmten Themen wie der Wasserqualität oder der natürlichen Bewirtschaftung. Auch Hilfsorganisationen nutzen den Weltwassertag dazu, daran zu erinnern, dass noch längst nicht jeder Mensch einen freien Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, und dass dementsprechend noch immer viel zu tun bleibt. Gleichzeitig helfen bereits kleine Aktionen, um viel zu bewirken, wie Robert Kohll von der Caritas Luxemburg betont.

„Die Caritas ist in mehreren Ländern mit helfenden Händen aktiv und vor Ort in viele Projekte eingebunden. In manchen Fällen – so etwa im Kongo oder in Laos – kümmern wir uns auch maßgeblich um die Wasserversorgung von Gemeinschaften, die bislang nur einen begrenzten Zugang zu Trinkwasser hatten oder Wasservorräte besaßen, die kontaminiert sind. Auch heute noch ist das Versorgungsproblem ein sehr einfaches: Entweder sind die Vorräte zu weit entfernt, oder sie sind nicht sauber genug. Vor Ort fehlt es dabei meist nicht einmal am Wissen oder politischen Willen, sondern ganz simpel an Geld.

Dabei ist der Zugang zu sauberem Wasser überlebenswichtig; es spielt eine große Rolle in der Fehl- und Unterernährung von Kindern in den betroffenen Regionen. Gleichzeitig laufen Frauen, die zum Wasserholen das Dorf verlassen müssen, dauernd Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Deshalb spielt es eine große Rolle, eine Wasserversorgung zu gewährleisten, die auch die Sicherung der Qualität des Wassers im Auge hat. Was nutzt es den Menschen, wenn das Wasser schmutzig ist – entweder durch eine menschliche Verschmutzung oder durch eine natürliche Kontaminierung?

So ist es beispielsweise möglich, dass ein Brunnen direkt vor Ort nicht die beste Lösung ist, weil das leicht zugängliche Wasser nicht den Ansprüchen von sauberem Trinkwasser gerecht werden kann. Das muss deshalb immer zuerst getestet werden, bevor wir einen solchen Zugang legen. So müssen wir durchaus manchmal das Wasser aus einiger Entfernung über Rohre heran tragen. Eine andere Lösung sind Keramikfilter, über die gesammeltes, schmutziges Wasser während mehreren Stunden zu sauberem Trinkwasser gefiltert werden kann. Das kann auch Krankheiten in der Gemeinschaft reduzieren.

Die Caritas kümmert sich seit geraumer Zeit um solche Projekte, dies nicht nur im Laos und Kongo, sondern auch an anderen Stellen, dort meist als Teil eines Hygiene-Sensibilisierungsprojektes. Das Feedback vor Ort ist immer sehr positiv, weil die Wasserversorgung mit einer starken Verbesserung der Lebensqualität einher geht. Kleine Dinge können also Großes bewirken.“

Mehr Informationen unter www.caritas.lu