CLAUDE KARGER

Den „Tageblatt“-Leitartikler beschäftigen noch immer die Umwälzungen bei Hofe. „Der Hausherr will die Großherzog-AG nun tatkräftig selbst steuern“, heißt es, „vordergründig gilt die Reform der Professionalisierung der Arbeit am Hof uns seinen Beziehungen nach außen. Verstaubte Rituale sollen gelockert werde. Die Monarchie will sich vom jahrhundertealten Fimmel befreien, sich einen modernen Touch geben.“ Das sei vor allem eine Reaktion auf den Machtverlust, den das Staatsoberhaupt durch die verschiedenen Verfassungsänderungen erlitt. „Er wird sich die Achtung und das Herz der Menschen selbst erkämpfen müssen, die Existenzberechtigung der Monarchie als die bessere Institution immer wieder glaubhaft begründen müssen. Und es wird schon so manchen professionellen Einsatzes bedürfen, um die vermeintlich kritischen Stimmen zu übertönen, die dank Internet-Foren, Facebook und Co. bis in die Stube auch des Monarchie-treuesten Haushalts vorgedrungen sind.“

Und wenn‘s fertig ist, wird die Jahresbilanz der im Budget 2016 mit zehn Millionen Euro dotierten Großherzog-AG auch noch auf einem USB-Stick gereicht? Wir sind gespannt, wie weit der Fortschritt reichen wird...