CLAUDE KARGER

„Auf euren Kleinkram lach‘ ich, Philosoph, aus heitrer Höh!“, schleuderte der EU-Kommissionsboss laut „Süddeutsche Zeitung“ unlängst den nach seiner krampfhaften Torkelei beim rezenten NATO-Gipfel intensiv feixenden frischgebackenen Ischias-Spezialisten entgegen. Derart schwang er - zu Recht - den Morgenstern (nicht den Lichtenberg) besonders gegen jene Extremen, die - wie in Österreich - Lebensabschnittspartnerschaften mit Parteien aus seiner christlich-sozialen Blutgruppe eingehen durften. Derweil traktierte kürzlich mit einem schweren verbalen Morgenstern namens „Trumpismus“ eine Politik-Alleskönnerin die Organisation „Transparency International“, die fehlende Transparenz bei den Nebeneinkünften von EP-Abgeordneten kritisiert hatte. Der „t“-Editorialist findet das die Höhe und wundert sich, dass sich die CSV und ihr Spitzenkandidat nicht sonderlich für die Äußerungen ihrer Mitstreiterin interessieren, die doch mit Claude W. auf einem frisch gestrichenen orangen Tandem im Spitzenpeloton der Stimmenfänger durch den Wahlbezirk Zentrum fegen sollte... Dabei zeige der Fall Reding, meint der Autor, „dass die CSV vor allem eins ist: die gleiche Transparenz meidende alte Tante in neuem Kostüm, die Kritik am liebsten wegflüstert oder lauthals im Keim erstickt“. Oder beim ersten Gegenlüftchen retropedaliert.