LUXEMBURG
MM

Der „Tanktourismus“, der knapp 2,1 Milliarden Euro Staatseinnahmen beschert, verursacht laut kürzlich von Umweltministerin Carole Dieschbourg vorgelegter Studie auch Umwelt- und Gesundheitskosten in In- und Ausland in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro. Zu einer Stellungnahme über die Studie befragt, teilte die „Groupement Pétrolier Luxembourgeois“ mit, dass man sich demnächst mit der Umweltministerin treffe und zur Studie austauschen werde. Ob es danach eine Stellungnahme gebe, bleibe offen. Angesichts der Elektromobilität wird sich das Geschäftsmodell der Tankstellen ändern; ob es hierzu von der GPL Überlegungen gebe, hüllt sich die GPL in Schweigen. Dass die Einnahmenquelle Spritverkauf irgendwann versiegen wird, ist offenkundig. „Dann wollen wir nicht so da stehen wie beim E-Commerce“, meint Umwelt-Staatssekretär Camille Gira. Die Ausarbeitung von Szenarien für den Ausstieg aus dem Tanktourismus mit seinen rund 3.250 Arbeitsplätzen dürfte also demnächst auf der Agenda stehen.

Mehr zum Thema:

Studie zum Tanktourismus vorgelegt