ESCH-ALZETTE
GAST. SPECK

Projekt des Architekten Kamel Louafi seiner Bestimmung übergeben

Im Rahmen einer Studie zur Aufwertung des Stadtzentrums der Minettemetropole wurde 2006 unter anderem der Bau einer Parkgarage unter der Place de la Résistance du Brill (im Volksmund „Brillplaz“) beschlossen. Einer ansprechenden Oberflächengestaltung nach der Fertigstellung der Tiefgarage stand somit nichts mehr im Weg.

Im Zuge der Festlichkeiten zur Jahrhundertfeier der Stadt Esch-Alzette wurde ein erster Projektvorschlag des bestbekannten Künstlers André Heller vorgestellt, wegen des übertriebenen Kostenaufwandes jedoch verworfen.

Das Jahr 2007 stand ganz im Zeichen der Planungen und Ausschreibungen rund um die Tiefgarage, deren Errichtung zu Beginn des Jahres 2008 in Angriff genommen wurde. Zwecks Konzeption der Oberfläche wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den der Berliner Baukünstler Kamel Louafi anhand eines Verdikts der Jury für sich entscheiden konnte.

Bereits 2010 wurde mit der Planung des 4,2 Millionen Euro teuren Projektes begonnen. Die in fünf Phasen vorgesehene Gestaltung der Oberfläche nahm am 16. September 2011 ihren Lauf. Lediglich die beiden Pavillons mit einer Nutzfläche von 170, respektive 115 m2, die alle beide für Restaurants vorgesehen sind, werden erst im kommenden Herbst fertiggestellt sein.

Gartenkunst vom Allerfeinsten

Gestern Morgen wurde der neue Brillplatz nach nicht ganz zwei Jahren Bauzeit im Beisein jeder Menge Gäste aus Politik und Gesellschaft seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Repräsentativ und grün, den europäischen Traditionen entsprechend, so seine Gestaltung, wurde er über Raumbildung und Funktionen mit der Stadt vernetzt. Die „Place de la Résistance“ spiegelt die Lebendigkeit und die multikulturelle Vielfalt des Viertels wider und öffnet den Weg zu Freiraumqualitäten und Gartenkunst. Hier ist ein Begegnungsraum für alle Altersstufen geschaffen worden, der eine Nutzung das ganze Jahr über sowohl tagsüber als auch am Abend ermöglicht.

Die Anordnung lässt Spielraum für die verschiedensten Aktivitäten wie aktive und passive Erholungsnutzungen und öffentliche Veranstaltungen in nächster Nähe der umgebenden Cafés, Restaurants, Museum, Theater und Schule zu.

Einig waren sich dann auch alle Besucher, dass inmitten des Escher Kulturviertels „Brill“ eine mit Baumreihen, Pavillons, künstlerisch gestalteten Formhecken und Rasenflächen reichlich versehene „grüne Insel“ den Anwohnern der Minettemetropole ein bedeutendes Stück Lebensqualität vermacht hat.

Für die musikalische Umrahmung der Einweihungsfeier sorgte die Sopranistin Patricia Frères.