PASCAL STEINWACHS

Neben der grünen EU-Abgeordnetin Tilly Metz, die gestern um ein Haar hinter schwedischem Gardinen im flämischen Belgien gelandet wäre, hielten in den vergangenen Stunden zwei weitere Luxemburger die großherzogliche Fahne im Ausland hoch, nämlich der Schriftsteller Guy Helminger (könnte aber auch Nico oder Paul Helminger gewesen sein) sowie Außenministerlegende Jean Asselborn.

Derweil Helminger gestern in der „Neuen Zürcher Zeitung“ zu Ehren kam („Dieser Dichter ist ein Glücksfall für die deutsche Literatur. Er ist Luxemburger“), hielt Asselborn am Dienstagabend einen Vortrag anlässlich des traditionellen Grünkohlessens in der niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel, bei dem er den Niedersachsen unter anderem erklärte, dass Grünkohl in Luxemburg „Kabes“ genannt werde, man aber auch „Kabes“ reden könne. Unser Nationalgericht sei indes „Bouneschlupp“ , von der man aber „Leibwind“ bekommen könne, so dass Niedersachsen Luxemburg dabei helfen sollte, „die Bohnensuppe auszutauschen mit Grünkohleintopf... damit die Winde frischer wehen“. Seinen Vortrag schloss Asselborn dann auch folgerichtig mit einem kräftigen „Grünkohl first!“. Die Niedersachsen waren begeistert...