LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Neues Festival: Am 24. Juni organisieren Atelier und Neimënster „Siren’s Call“

Das „Rock-A-Field“ ist bekanntlich (vorübergehend) tot, dafür haucht Konzertveranstalter „den Atelier“ aber nun einem neuen Festival Leben ein: „Siren’s Call“ nennt es sich, findet am 24. Juni im hauptstädtischen Viertel Grund statt, verbindet die Elemente Musik, Kultur und Kulinarik miteinander und wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum „Neimënster“ organisiert. „An neuen Ideen mangelt es uns im Atelier nicht“, bemerkte Programmgestalter Michel Welter gestern während der Vorstellung. „Wir wollten ein multidisziplinarisches Festival in der Stadt schaffen - mit einem Schwerpunkt auf der Musik natürlich - und dabei ein ganzes Viertel einbinden, die Leute demnach verschiedene Orte mit ihren unterschiedlichen Atmosphären entdecken lassen. Ein vergleichbares Konzept existiert bislang nicht in Luxemburg“, meinte Welter. „Neimënster“-Direktorin Ainhoa Achutegui, die sofort von der Idee begeistert war, sprach ihrerseits von einem urbanen Musik- und Kulturfestival, das sich weniger an junge Leute richte, als vielmehr an ein erwachsenes (gestandenes) Publikum.

Drei unterschiedliche Orte - diverse Musikstile

Drei Bühnen an drei verschiedenen Orten sind vorgesehen, und dementsprechend mit Indie, Electro und Singer-Songwriter auch drei verschiedene Musikstile. „Es war uns wichtig, aktuelle Bands einzuladen“, sagte Welter. „Headquarter“ des Festivals wird die Abtei Neumünster sein, in deren Innenhof die Hauptbühne stehen wird. Neben der Musik wird im „Neimënster“ auch der Kunst ein großzügiger Platz zugestanden. Im „Siren’s Garden“ wird neben lokalen Künstlern insbesondere auch das „Bamhaus Collective“ Installationen und Kunstwerke zeigen, derweil man im „Siren’s Village“ den Gaumenfreuden frönen kann.

Typische Clubatmosphäre erwartet die Festivalbesucher dann in Clausen im Melusina. Für den außergewöhnlichen und intimen Rahmen der „St Jean“-Kirche wird Pianist Francesco Tristano ein spezielles Set schaffen, das elektronische und akustische, demnach klassische Musikgenres miteinander verbindet.

Die übrigen Bars, Geschäfte sowie die Kunstgalerie in den Straßen des Grund werden ebenfalls in das Festival eingebunden und teils mit eigenen DJs oder speziellen Angeboten aufwarten.

Ausdehnungspotenzial

Den Festivalpass gibt es seit gestern für 48 Euro. „Die Besucher erwartet gute Musik und Kultur im Allgemeinen“, resümierte Michel Welter, der sich überzeugt zeigt, dass das Festival „die Kapazitäten und das Potenzial hat, schnell zu wachsen und dann auf ein paar Tage ausgedehnt werden kann“.

Das Line-UP

SIREN’S CALL

- Oscar & The Wolf (junge belgische Band,
deren elektronischer Sound klassisch und futuristisch zugleich klingt)
- James Vincent McMorrow (irischer Singer-Songwriter und Folkpopmusiker)
- Ry X (australischer Musiker und Singer-Songwriter)
- Ásgeir (isländischer Singer-Songwriter)
- Francesco Tristano (luxemburgischer Pianist, Komponist und Produzent)
- Thomas Azier ( niederländischer Electro-Pop-Sänger und Musiker)
- Møme (niederländischer Multi-Instrumentalist und DJ)
- Formation (Londoner Electro-Band um die Zwillingsbrüder Will und Matt Ritson)
- Superpoze (französischer Electro-Musiker)
- Napoleon Gold (luxemburgisches Electro-Duo)
- Cleveland (luxemburgischer DJ und Produzent)