CLAUDE KARGER

„Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe“, seufzte gestern ein „T“-Kommentator angesichts der Versuche der Politik, den Verfall des Milchpreises auf dem übersättigten Weltmarkt zu bremsen. Was zu tun ist? Die Bio-Version „des fetthaltigen Getränks“, „das im Ruf steht, müde Männer munter zu machen“, kenne keine Preis- und Absatzprobleme, unterstreicht der Autor. Schön munter sind laut „T“-Leitartikler die Frauen und Männer der Regierung, die „daran arbeitet, das Land zu entstauben“. Während die „CSV vor allen Dingen mit sich selbst beschäftigt“ sei. Da gebe es auch nach der Kür ziemliche „Hahnenkämpfe“, weiß der Autor, „was natürlich wenig Platz für die Politik lässt. Alternativen zu Regierungskonzepten gereichen zur Mangelware, wenn Porzellanzerschlagen den Vorrang hat.“ Und noch etwas weiß der Leitartikler: Die CSV hofiere die ADR derart als potenziellen, künftigen Koalitionspartner, „dass selbst ein Gast Gibéryen inzwischen ob befürchteter CSV-Kapriolen riskiert, schweißtriefend aus dem Schlaf hochgejagt zu werden, vom Albtraum getrieben, er habe rechts von der ADR unzählige CSV-Gespenster gesehen, die ihm den Korb mit allen seinen liebevoll gesammelten Wählerstimmen wegnehmen wollten“. Brrr. Wie gruselig ist das denn? Noch erschreckender, wenn es gar keine Geister sind, die da am rechten Rand wildern.