PASCAL STEINWACHS

Derweil die Erzbistumszeitung am Samstag ihre vier ersten Seiten (!) mit „ein bisschen Frieden...“ aufmachte (von dem man in diesen tumultiösen Zeiten wie diesen ja wohl nicht genug kriegen kann, auch wenn er inzwischen eine modische Brille trägt), widmete sich das „Tageblatt“ den finnischen Briefmarken.

So verkauft Finnlands Post dieser Tage doch tatsächlich Marken „mit Männern in homoerotischen Positionen“, was aber angeblich auch seine guten Seiten haben kann: „Zumindest bei finnischen Frauen könnten sie auf Begeisterung stoßen“, zeigen die Markendinger doch „nackte, muskulöse Männer-Popos“. Nur gut, dass es in dieser sexualisierten Welt auch noch Menschen gibt, für die Romantik kein Fremdwort ist. So z.B. für den Wiener Entrepreneur Richard „Mörtel“ Lugner (81), der am Samstag seine 57 Jahre jüngere, wasserstoffblonde „Spatzi“-Freundin („sie ist mir wie ein junges Vogerl einfach zugeflogen“) ehelichte. Und zwar nicht einfach so, sondern auf Schloss Schönbrunn, wo die beiden Zuckerschnuten mit einer weißen Kutsche, gezogen von sechs Schimmeln, vorfuhren. Die Hochzeitsnacht muss immens gewesen sein, brennt „Mörtels“ Leidenschaft doch ihm selbst nach „heißer noch wie Gulaschsaft“. Und heute ist Schulanfang...