PASCAL STEINWACHS

Da kommt der „Tageblatt“-Leitartikler doch am Samstag tatsächlich zur Feststellung, dass es dem Blau-Rot-Grün-Dings inzwischen nicht nur „an programmatischen Gemeinsamkeiten“ fehle, sondern DP, LSAP und „déi gréng“ zu allem Überfluss auch noch „der Gegner“ abhanden gekommen“ sei, „dem sie 2013 noch aus dem Weg gehen wollte“. Mit letzterem ist natürlich Jean-Claude Juncker gemeint, mit dem sich am Wochenende aber auch die „Süddeutsche Zeitung“ beschäftigte, soll sich das EU-Parlament doch in dieser Woche noch einmal eingehend mit der „blitzartigen Doppelbeförderung“ von Junckers Buddy Martin Selmayr befassen, wobei Insider anscheinend nichts ausschließen, „auch nicht den Fall des Kommissionspräsidenten“. Die Zeitung erinnert dann auch an Junckers Zeit als großherzoglicher Premierchef und Eurogruppenchef, in denen er „auch in den schlimmsten Stunden, auch während nächtlicher Sitzungen nie zum Asketen“ (nicht zu verwechseln mit den Maya und den Inka) geworden sei: „Juncker rauchte viel und trank nicht wenig“. Sein heutiger Adlatus Selmayr ist da eher das Gegenteil, begnügt dieser sich doch mit Gummibärchen als Nervennahrung, aber was nicht ist, kann ja noch werden...