PASCAL STEINWACHS

Es ist vollbracht: Nach acht unendlichen Jahren, die er in diesem BlauRotGrün-Dings gefangen war, ist es Etienne Schneider (ältere Leser werden sich bestimmt erinnern) gestern gelungen, aus der Regierung auszutreten und endlich wieder sein Leben zurückzubekommen. Und was er mit diesem anzufangen gedenkt, das hatte er kurz zuvor am Rande seiner letzten Wirtschaftsmission verraten: „Ech hunn e Coach gebucht a fänken erëm mat Sport un“. Was natürlich verständlich ist, hatte Schneider, der bei seinem Regierungseintritt rank und schlank (davor war er allerdings etwas weniger rank und schlank), doch in all den Jahren als Vizepremier ein klein bisschen an Rank- und Schlankheit eingebüßt, so dass er jetzt wieder rank und schlank werden will, ansonsten er ja nicht in seinen Astronautenanzug passt.

Vermissen wird der Rolls-Royce-Besitzer aber auch seine Ministerkarosse, und hier vor allem seinen Fahrer, aber man kann im Leben nicht alles haben.

Seinen Mitarbeitern war der „Macher und Bonvivant“ aber immer ein famoser Chef: „Wir haben uns gut amüsiert“, so ein Mitarbeiter aus der Presseabteilung des Wirtschaftsministeriums gegenüber dem „Tageblatt“, und darauf kommt es im Wirtschaftsministerium doch an. Franz Fayot tritt ein schweres Erbe an...