Einen neuen Masterplan, neue Strukturen auf regionaler und nationaler Ebene und erfolgreich umgesetzte Projekte kann der Präsident des Office Régional du Tourisme (ORT) Müllerthal, Marc Diederich, heute Abend auf der Generalversammlung präsentieren. „Wir sind, auch was den personellen Aspekt angeht, gut aufgestellt, auch wenn uns hier und da das Geld fehlt, um Projekte direkt zu realisieren. Im Jahr 2015 werden auch keine über Leader geförderten Projekte anlaufen, doch dies ist 2016 wieder fester Bestandteil im Aktionsplan“, sagte Diederich im „Journal“-Gespräch. So konnte bekanntlich das Projekt „Rennrad-Wege“ erfolgreich abgeschlossen und an die bestehenden Konzepte Trail und Mountainbike-Pisten angehangen werden. Waren eher die vier Mountainbike-Trails des Müllerthals bekannt, zeigt das „Müllerthal Roadbook“ jetzt sportlichen Radfahrern einen Überblick über das Tourenangebot in der Region Müllerthal - Kleine Luxemburger Schweiz auf. Bei den 16 Touren sind alle Niveaus, von leicht über mittel bis hin zu schweren Strecken vertreten.
Erstmals Anstieg der Übernachtungszahlen seit langen Jahren
„Erfreulicherweise ist damit verbunden, dass die Übernachtungszahlen im Müllerthal um 3,3 Prozent gestiegen sind, die Jugendherberge in Echternach verzeichnete mit über 17.000 Übernachtungen ein Rekordjahr und auch der Campingstandort Osten zeigt ein Plus von 7,8 Prozent auf.“
Was für das Jahr 2015 anvisiert wurde, ist die Realisierung der Müllerthal-Partnerbetriebe. „Es ist ja bekannt, dass wir als ORT alleine nur Ideengeber und Koordinator sein können. Wir brauchen aktive Partner. Und daher wollen wir Partnerbetriebe gewinnen und das bestehende Konzept ‚Müllerthal-Trail-Hotels‘ entsprechend ausweiten.“ In diesem Zusammenhang soll unter anderem der Punkt „Gepäcktransport“ - hier vor allem für Wanderer - intensiv angegangen und mit den Partnern ausgearbeitet werden.
ONT-Umstrukturierung wird begrüßt
Begrüßt wird vonseiten des ORT und Diederich die geplante Umstrukturierung des Office National du Tourisme (ONT) hin zu einem „Groupement d’interêt économique“, um das touristische Angebot in den verschiedenen Regionen des Landes umfassender bewerben und besser kommerzialisieren zu können. „Hier sollen ja jetzt die ORTs und nicht mehr die Gemeinden direkte Vertreter werden, wenn sich mehr wirtschaftlich orientiert werden soll.“ Damit erhofft man sich ein harmonischeres Zusammenspiel mit den verschiedenen Akteuren und gleichzeitig werde die Rolle der regionalen Büros aufgewertet. „Dies ist eine gute Sache, ist doch dann der direkte Kontakt zwischen der Basis und dem ONT gegeben, ohne Zwischenwege.“ Diese Ideen wird Staatsekretärin Francine Closener wohl im Detail heute Abend vorstellen. Eine Ausrichtung quasi wie beim Office Régional du Tourisme Müllerthal: „Hier haben wir ja nach der Auflösung der Entente auch den Verwaltungsrat geöffnet und alle Syndikate haben nun ein Direktmandat bekommen. Auch hier ist die Region somit direkt vor Ort“, sagt Diederich.
Für das ORT soll auch der bestehende Masterplan etwas umgeschrieben werden: Mehr Sichtbarkeit nach Innen und Außen oder auch die Professionalität in Bereichen wie der Animation sollten hier hervorgehoben werden.


