ESCH/ALZETTE
GASTON FREYMANN

International am Ball bleiben: Aus „LuxSkills“ wird „WorldSkills International“

Die Aufgabe heißt bessere Rahmenbedingungen schaffen, daher wurde „LuxSkills“ nun in „Worldskills Luxembourg“ umbenannt. Um dies näher zu erläutern hatte der Verband zu einer Pressekonferenz ins Berufsfortbildungszentrum „Centre National de Formation Professionelle Continue“ in Esch/Alzette eingeladen. Hier befindet sich auch seit kurzem der Geschäftssitz von „Worldskills Luxembourg“.

Weckruf 1997

In seinem historischen Rückblick erinnerte Nic Alff, der im Mai 2013 die Präsidentschaft übernommen hat, dass im Rahmen der Berufsolympiade für Jugendliche, die 1997 im schweizerischen Sankt Gallen ausgetragen wurde, die Luxemburger Delegation den Wunsch äußerte, die jungen Luxemburger, die gegen die Weltelite der Nachwuchshandwerker antreten müssen, auf eine professionelle Art zu unterstützen.

Zwei Jahre später wurde von denselben Protagonisten „Luxskill“ als gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen. Das Ziel war, Jugendliche für eine Berufsausbildung zu sensibilisieren und sie gleichzeitig zu ermutigen an nationalen, europäischen (EuroSkills) und (WorldSkills) internationalen Berufswettbewerben teilzunehmen. Der Verein sollte sie dabei bestens unterstützen.

Die erste Auflage des nationalen Wettbewerbs fand 2000 in der Minettemetropole statt. 2011 wurde bereits die sechste Auflage des „Concours nationaux des métiers et professions à Esch-sur-Alzette“ organisiert. Wenn auch in den letzten 14 Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet wurde, wie Nic Alff unterstrich, so wolle die neue Mannschaft mit demselben Idealismus und Engagement der Vorgänger weitermachen.

Neue Ansätze und bessere Vorbereitung

Die beruflichen Leistungswettbewerbe zeichnen jungen Menschen frühzeitig ihre beruflichen Chancen auf, machen Lust auf Erfolg und motivieren so zur Bestleistung. Allerdings liege bei solchen Berufswettbewerben die Latte sehr hoch und die Luxemburger Kandidaten müssten sich gegen eine sehr starke internationale Konkurrenz behaupten. Um dem Stand zu halten, setze die jetzige Führungsmannschaft bei der Betreuung der Kandidaten neue Akzente.

Aus dem Grund wurde „LuxSkills“ in „WorldSkills Luxembourg“ umbenannt und das Logo beziehungsweise die Charta der Weltorganisation „WorldSkills International“ angepasst. Die Aufnahme in den internationalen Dachverband kann so im kommenden Jahr erfolgen. Die inzwischen achte Auflage des nationalen Wettbewerbs 2016 wird dann auch in „LuxSkills“ umbenannt.

Für Nic Alff ist dieser Schritt mehr als eine Namensänderung. Der Beitritt in die „WorldSkills International“ ermöglicht es die Vorbereitung der jungen Talente für internationale Wettbewerbe intensiver zu gestalten, durch intensiveres Trainieren und engere Zusammenarbeit mit Betrieben und internationalen Organisationen. Ebenso steht die Teilnahme an Berufspraktika von Schwesterorganisationen im Ausland offen.

Präsenz zeigen

Eine weitere Zielsetzung besteht darin bei der Berufsorientierung der Jugendlichen, in den Schulen und Betrieben „sichtbar“ zu sein. Laut Alff wurden bereits Kontakte mit Schulen geknüpft, die sehr positiv aufgenommen wurden. Als weiterer Neuerung wird „WorldSkills Luxembourg“ mit einem Projekt erstmals auf der Herbstmesse im kommenden Jahr vertreten sein. Hier soll dann jedes Jahr ein anderer Beruf vorgestellt werden.