LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Mehr Stellen und kaum gestiegene Arbeitskosten im Euroraum

Die Quote der offenen Stellen betrug im vierten Quartal 2016 im Euroraum (ER19) 1,7 Prozent. Damit verzeichnete sie einen Anstieg gegenüber 1,6 Prozent im Vorquartal sowie ebenfalls 1,6 Prozent im vierten Quartal 2015. Das geht aus Zahlen hervor, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wurden. In der EU28 lag die Quote der offenen Stellen im vierten Quartal 2016 bei 1,8 Prozent. Damit blieb sie unverändert zum Vorquartal, stieg jedoch leicht gegenüber dem vierten Quartal 2015, wo sie bei 1,7 Prozent lag.

Tschechien vorn

Unter den Mitgliedstaaten, die Daten vorlegten, waren im vierten Quartal 2016 die höchsten Quoten der offenen Stellen in der Tschechischen Republik (3,0 Prozent), Belgien (2,9 Prozent), Deutschland (2,6 Prozent) und Großbritannien (2,5 Prozent). Die niedrigsten Quoten wiesen Griechenland (0,3 Prozent), Zypern (0,6 Prozent), Spanien, Polen und Portugal (je 0,7 Prozent) sowie Bulgarien (0,8 Prozent) auf. Luxemburg lag mit 1,3 Prozent offene Stellen für das vierte Quartal 2016 im mittleren Bereich und gleichauf mit Finnland und Rumänien. Das ist leicht mehr als im Vorjahresquartal 2015 mit 1,2 Prozent und etwas weniger als im dritten Quartal 2016 mit 1,5 Prozent. Insgesamt lässt sich bei allen Ländern eine positive Entwicklung seit der Finanzkrise 2008/2009 erkennen.

Arbeitskosten im Euroraum stiegen um 1,6 Prozent pro Jahr

Eurostat legte auch Zahlen zur Entwicklung der Arbeitskosten vor. Die Arbeitskosten pro Stunde sind im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal im Euroraum (ER19) um 1,6 Prozent und in der EU28 um 1,7 Prozent gestiegen. Im dritten Quartal 2016 hatten die Arbeitskosten pro Stunde um 1,4 Prozent beziehungsweise um 1,8 Prozent zugenommen.

Im Euroraum stiegen die Arbeitskosten pro Stunde im vierten Quartal 2016 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal in der Industrie um 1,8 Prozent, im Baugewerbe um 2,3 Prozent, im Dienstleistungssektor um 1,5 Prozent und in der hauptsächlich nicht-gewerblichen Wirtschaft um 1,5 Prozent. In der EU28 erhöhten sich die Arbeitskosten pro Stunde in der Industrie um 1,7 Prozent, im Baugewerbe um 3,1 Prozent, im Dienstleistungssektor um 1,6 Prozent und in der hauptsächlich nichtgewerblichen Wirtschaft um 1,8 Prozent.

Im vierten Quartal 2016 wurden die höchsten jährlichen Anstiege der Arbeitskosten pro Stunde für die gesamte Wirtschaft in Rumänien (+12,3 Prozent), Litauen (+10,7 Prozent), Lettland (+8,1 Prozent) und Bulgarien (+8,0 Prozent) verzeichnet. Rückgänge wurden in Griechenland (-0,5 Prozent) und Österreich (-0,1 Prozent) registriert. In Luxemburg, das sich im europäischen Mittelfeld befindet, stiegen die nominalen Arbeitskosten um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.