ECHTERNACH
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Bildungsveranstaltung inklusive: Wigald Boning und Bernhard Hoëcker unterhalten im Trifolion

Die waren wirklich nicht schlecht“, resümiert eine Besucherin, „das war richtig unterhaltsam!“ Die, das sind Wigald Boning und Bernhard Hoëcker, die im Trifolion mit ihrer Show „Gute Frage“ aufgetreten sind. Die beiden reden einfach drauf los, oder besser, beantworten die Fragen der Besucher. „Und es gibt nichts, was wir nicht gefragt werden oder auch gefragt werden können“, erzählt das Duo im Interview.

Zwerchfellkrämpfe

Zu den Klängen der Titelmelodie aus der „Sesamstraße“, also „Der, die, das, wer, wie, was…“, betreten Boning und Hoëcker die Bühne - und legen sofort los. Doch beide machen es anders, sie gehen in ihrer Abendveranstaltung einfach hin und lassen sich mit Fragen der Besucher bombardieren.

„Wir wissen wirklich nicht, was auf uns zu kommt.“ Abend für Abend gingen sie mit einer „freudigen Erwartung“ auf die Bühne - immer neugierig auf die guten Fragen aus dem Publikum. Was man auf jeden Fall merkt: Die Chemie zwischen den beiden stimmt zu 100 Prozent - mit Spaß und auch sehr oft Doppeldeutigkeiten spielen Boning und Hoëcker sich gegenseitig die Bälle zu, gepaart mit Wortwitz und Schlagfertigkeit bleiben sie keine Antwort schuldig. Ausgeprägte Zwerchfellkrämpfe bei den Besuchern sind die Folge. „Wir hatten auch schon den Fall, dass eine Dame mit einer riesigen Liste an Fragen kam und uns quasi den ganzen Abend beschäftigt hat“, erzählt Boning.

Ohne Rahmen und doppelten Boden

Ganz ohne Text, ohne Rahmen und doppelten Boden, scheinbar ohne Konzept - aber immer mit Sinn und Verstand agieren sie. Und dem gewissen Eingespielten. „Fast 20 Jahre kennen wir uns jetzt“, so die beiden im Backstage-Bereich. Viele Formate haben sie zusammen gemacht, auf der Bühne und natürlich auch im Fernsehen. Hier ist „Genial daneben“ zu nennen, wo beide mit ihrem scheinbar schier unbegrenzten Allgemeinwissen auftrumpfen. Wo kommt das her? „Ich war nie auf einer Uni“, so die schnelle Antwort von Hoëcker, „da bin ich ja noch etwas cleverer, ich hab ein abgebrochenes Studium“, kontert Boning. Doch von diesem „Nicht-Wissen“ ist auf der Bühne nichts zu merken. Gab es denn schon einmal eine Frage, die die beiden nicht beantworten konnten? Hmm, so auf Anhieb fällt ihnen da nichts ein - und auf den Vorhalt, dass wenn es einmal der Fall wäre, sie es entsprechend überspielen würden? - „Das kann schon sein“, sagt Boning mit einem breiten Grinsen.

So ist jeder Abend einmalig - durch die guten Fragen des Publikums. Das einzige, was die beiden Schlaumeier neben ihrer Neugier, einem gewissen Maß an Wissensdurst und einem Sektkühler voll mit Fragen noch mitbringen, ist ein Wecker. Denn sonst würde so ein Abend sicherlich schon mal vier, fünf Stunden dauern…