Wer würde sich nicht wünschen, sich öfters „häuten zu können“? Für die Luxemburger Wirtschaft ist das eine Notwendigkeit, wie der „t“-Leitartikler gestern meinte. Mit dem Hinweis, dass das mit hiesiger Flexibilität und Know-how doch zu packen wäre. „Nur müssen die Chancen von der gesamten Gesellschaft erkannt werden, nicht nur vom Staat“, meint der Autor zu Recht und fragt bang: „Leider werden noch allzu oft seit Jahrzehnten nebeneinander lebende „Welten“ nicht genug oder kaum miteinander verquickt. Woran liegt das“? Hm, vielleicht gibt es Antworten auf die Frage bei den anstehenden Budgetdebatten, wo sicher eine Menge verschiedener Weltanschauungen und Zahlendeutungen aufeinander prallen. „Das Ziel bleibt Sparen, allerdings nicht auf eine technokratische Art und Weise“, meinte gestern Genosse Asselborn im „t“ zur „Austeritätspolitik“. Na, da bleibt aber mächtig Interpretationsspielraum.
Spielraum scheint auch Justizminister Braz in seinem Büro zu haben. Das legt jedenfalls das Foto im „Wort“ nahe. „Man sieht: Braz ist eher der sachliche Typ, aber auch betont progressiv (und europäisch natürlich auch, siehe Flagge). Dank Zimmerpflanze ist auch ein Hauch von Grün zu erkennen“, so das „Wort“. Nur ein Hauch davon? Wenn der grüne Minister da nicht aus der Haut gefahren ist...


