CLAUDE KARGER

Wer hätte das gedacht: Der „Plang fir Lëtzebuerg“ sei einfach zu komplex gewesen, behauptete Ex-Spitzenkandidat Claude W. allen Ernstes nach acht Monaten „Schweigepflicht“ am Samstag im RTL-„Background“. Dabei war die Strategie eigentlich ziemlich einfach gestrickt: Man vertraue auf die Prognosen und rücke kurz vor Torschluss noch schnell mit einem Programm ohne Ecken, Kanten und Neuerungen raus. Wird dann schon reichen, um die in CSV-Reihen als Unfall in der Politgeschichte betrachtete Dreierkoalition zu sprengen.... Dass der „Plang“ nicht aufgehen würde, war ziemlich ersichtlich. Aber nach den Wahlen ist vor den Wahlen und Claude W. steht schon in den Startlöchern für das nächste Rennen: „Ich habe zwar graue Haare, aber ich bin noch nicht im Rentenalter“, berichtet das „Wort“ zur RTL-Sendung. Einer der dann nicht mehr antritt – der Mobilitäts-, Verteidigungs- und Innere Sicherheitsminister – machte sich derweil im „Wort“ „Gedanken zu den rezenten Politbeben“ und bedauert: „nicht der Streit um Werte, um Inhalte, gesellschaftliche Visionen steht im Vordergrund der politischen Auseinandersetzung, sondern das Ausschalten des Gegners“. Solcher „sterilen Hahnenkämpfe“ seien die Bürger aber überdrüssig. Da ist was dran. Allerdings scharren einige Hähne dauernd mit den Füßen...