LUXEMBURG
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Polizei warnt vor Anstieg des Enkeltricks in der Großregion

Eine ältere Frau erhält einen Anruf von einem Mann, der sich als ihr Sohn ausgab. Der Anrufer erzählt der Seniorin eine erfundene Geschichte. Das Opfer traut dem Unbekannten und übergab am Folgetag bei sich zuhause einem jungen Mann mehrere tausend Euro...

Die Opfer sind vermehrt ältere Bürger

Bereits mehrfach hat die luxemburgische als auch die deutsche Polizei über die nach wie vor häufig verbreitete Masche „Enkeltrickbetrüger“, „falsche Polizeibeamte“, „Gewinnversprechen“ sowie „falsche Amtsträger“ berichtet. Wie jetzt gestern mitgeteilt wurde, kommt es aktuell erneut zu vermehrten Anrufen durch diese Betrüger in der Großregion, wie das Polizeipräsidium Trier gestern bestätigte.

Die Täter rufen nach Polizeiangaben vorwiegend ältere Menschen an. In mehr als der Hälfte der angezeigten Fälle geben sie sich als Polizeibeamte oder andere Amtsträger aus und versuchen durch geschickte Gesprächsführung zu erfahren, ob die Opfer Zugriff auf Bargeld oder Wertsachen haben. Anschließend wird das Opfer zur Übergabe der Wertsachen bewegt. Eine andere Vorgehensweise ist der sogenannte Enkeltrick, bei dem die Täter sich als angebliche Verwandte oder Bekannte ausgeben, um so das Vertrauen der Opfer zu erlangen.

Anrufe ignorieren

Es wird in der Regel eine finanzielle Notlage vorgetäuscht, aus der nun der vermeintliche Angehörige helfen soll. Bei der weiteren aktuell auftretenden Masche geben sich die Anrufer als Mitarbeiter oder Vertreter einer Lotteriegesellschaft aus und teilen dem Angerufenen mit, er habe einen hohen Geldbetrag gewonnen. Um diesen Gewinn zu erhalten, muss jedoch zunächst eine Zahlung an das angebliche Unternehmen erfolgen.

So soll man insbesondere ältere Familienangehörige sowie Freunde und Bekannte vor dieser Art des Betruges warnen. Die Polizei informiert erneut und bittet um Beachtung der unten aufgeführten Verhaltenshinweise: Sprechen sollte man am Telefon auf keinen Fall über seine finanzielle Situation. Auch sollte man niemals auf Forderungen eingehen. Ignorieren sollte man diese Anrufe und nicht die im Telefondisplay angezeigte Telefonnummer zurückrufen, denn sie ist höchstwahrscheinlich gefälscht, so die Polizei. Auch wird darauf hingewiesen, dass die Polizei niemals jemanden am Telefon nach persönlichen Verhältnissen befragt oder um die im Übergabe von Geld oder Wertgegenständen bittet. „Händigen Sie keinen Unbekannten Geld oder Wertgegenstände aus und wählen Sie selbst die Telefonnummer ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder den Notruf 113“, so der Rat der Polizei.