Seit Ehrenpremierchef Jean-Claude Juncker auf seine alten Tage ins schrecklich düstere Brüssel flüchten musste und seine christlichsoziale Truppe ganz allein in Luxemburg zurückließ, entwickelt sich die einstmals altehrwürdige CSV immer mehr zur Spielverderberin. Nicht nur, dass sie dreimal Nein sagt und seit ihrem Oppositionsantritt immer schlecht gelaunt ist, sondern nun geht sie auch noch dazu über, dem Land das seit gestern vorherrschende Superduperwetter madig zu machen. Wie anders wäre es zu erklären, dass CSV-Chef Marc Spautz sich ausgerechnet jetzt leicht panisch mit einer parlamentarischen Anfrage an die zuständigen Ministermenschen richtet, in der er wissen will, wie viel Salz denn bislang in diesem Winter auf die großherzoglichen Straßen geworfen wurde.

Damit tritt Spautz natürlich in die legendären Fußstapfen von DP-Landwirtschaftsweinbauverbraucherschutzminister Fernand Etgen, der seinerzeit, als junger und kämpferischer DP-Abgeordneter, mitten im Sommer wissen wollte, ob noch genug Salzreserven für den Winter da seien. Den Preis für die skurrilste Anfrage zur falschen Zeit können sich die beiden Politiker jedenfalls teilen. Der Winter kann kommen...