LUXEMBURG
LUC SPADA

Die Bild-Zeitung stellte am 27. Oktober 2017 eine wichtige Frage: Schmeißt die Queen of Halloween dieses Jahr hin? Gemeint mit der „Queen“ ist eine der unverkennbarsten Sexistinnen und skrupellosesten Geschäftsfrauen der Welt: Heidi K.

Was sie (möglicherweise) hinschmeißt (Metapher), ist womöglich das größte Highlight des Jahres: Ihr Halloween-Kostüm. Weil, wie die Bild-Zeitung behauptet, war Heidi in Sachen Halloween immer „mega-originell“ und „total ausgefallen“ (hihi). Ganz ohne Ironie.

Die letzten Jahre, als sie als „Oma“ (mega-originell) oder mit fünf (!!!) Heidi-Klonen (tatsächlich auch gruselig, weil insgesamt SECHS Heidis) auf einer Halloween-Party auftauchte, hat sie vor ihren großen Auftritten immer kleine Tipps in diesem Internet via Instagram, Twitter, Facebook oder weiß der Geier, gegeben, um ihre Fans ganz nervös zu machen. Ja, ja, ja, auf was für eine „total ausgefallene“ Idee sie dieses Jahr wohl kommen wird? Was wird es dieses Jahr wohl werden?

Und bis auf eine einzige Situation in einem kurzen Video im September, die auf ein mögliches Halloween-Kostüm hindeuten könnte, fürchtet die Bild, dass sich Heidi dieses Jahr nicht in ein enges Grusel-Kostümchen hineinpressen lässt. Was ist passiert? Hat sie kein Geld für Schminke mehr? Ist sie tatsächlich Oma geworden? Hat sie diese Stelle gefunden, wo ihr Gehirn drin aufbewahrt ist? Wir wissen es nicht.

Und ich wollte eigentlich gar nicht über Heidi sprechen, sondern über Halloween. Beziehungsweise über die drei großen H’s, die ich wirklich nicht ertrage auf dieser Welt: Halloween! Heidi! Haare (auf dem Rücken)!

Mir ist diese Übergangszeit in den November sowieso schon nicht geheuer, weil im November machen Menschen komische Dinge, das kann ich nicht weiter erklären. Aber ständig spürt man irgendwo den Tod um sich rum. Friedhof hier, Regen dort.

Als wäre das nicht schlimm genug, gibt es zudem diesen US-amerikanisch-entkontextualisierten Brauch aus Irland, wo es alle auf einmal geil finden, wie tote Nutten rumzulaufen oder mit einem heraushängendem Embryo aus dem Bauch. Süßes oder Saures? Halt die Klappe! Dazu wird gesoffen, als gäbe es tatsächlich keinen Morgen mehr. Und die Fake-Zombies werden tatsächlich echte Zombies. Da werden einem durch die Straße grölende Fußballfans fast schon wieder sympathisch. Aber nur fast!

Und auf einmal verstehe ich, was meine Freundin L. meinte, dass „sie“, die Zombies, irgendwann kommen, und dann werden wir alle gefressen. Heute könnte es soweit sein. Ich rasiere mir vorsichtshalber schon mal die Haare am Rücken.