PASCAL STEINWACHS

Nachdem Staatspremier Bettel schon vor einigen Wochen zum Federweißer-Süffeln in einem Weinberg herumtobte, war die Reihe gestern an Großherzog Henri, um bei der Lese auf der „Wormer Koeppchen“ - zusammen mit Weinbauminister Romain Schneider - „selbst Hand“ anzulegen, wie es in der offiziellen Mitteilung des Weinbauministeriums leicht augenzwinkerisch heißt. Respekt!
Tags zuvor war der Großherzog noch voller Begeisterung „auf Tuchfühlung mit dem Koloss“ gegangen, wie das „Wort“ den A400M-Brummer - ein „Gigant auf der Durchreise“ - bezeichnete, derweil das „Tageblatt“ noch einen drauflegte und von einem  „Charlie-Tango-01 im Rampenlicht“ fabulierte.  Kein Wunder, dass sich die CSV auf einer gestrigen Pressekonferenz darüber echauffierte, dass der Umgang mit dem Großherzog „völlig inakzeptabel“ sei.
Ganz andere Probleme haben sie indes in der Kulturredaktion des eben erwähnten „Charlie-Tango“-Blatts, wo in Bezug auf eine neue Bühnenfassung eines Theaterstücks von Roger Manderscheid („Rote Nelken für Herkul Grün“) daran erinnert wurde, dass  die „Uhrfassung“ (nicht zu verwechseln mit dem „Uhrzeitkrebs“ aus dem „Yps“) des Stücks von 1974 stammt. Da hat der Theaterkritiker in seiner Begeisterung aber etwas allzu heftig an der Uhr gedreht...