Hardcore-Selfcooking bei klassischer Rockmusik oder zu einer Opernarie tut der oberste Glockenschwinger in der Deputiertenkammer megagerne, wie wir aus dem samstäglichen „Auf ein Wort“ erfahren. Der Polit-Veteran, der sowohl die harte Bank der Opposition kennenlernte als auch das taffe Ministerleben - „in der Regierung profitiert man vom Gestaltungsspielraum, man bezieht aber oft Prügel, je nachdem, wie man diesen Spielraum ausgestaltet“ - und die „raue Sprache des Südens“ liebt, hegt auf jeden Fall eine Menge Herzensangelegenheiten. Zum Beispiel den Großherzog. Auf die Frage, ob er die Monarchie oder die Republik bevorzuge antwortete er: „Kopf und Bauch sagen Republik. Das Herz sagt, dass Großherzog Henri seine Sache sehr gut macht. Ich habe dem Großherzog einmal gesagt, dass ich mir eine Republik mit ihm als Präsidenten vorstellen kann“. Allerdings müsste der Republik-Boss natürlich eine Sozi-Mitgliedskarte haben... Uns dünkt, das bleibt ein Traum. Ein solcher war für den stets sehr mobilen Mars übrigens schon der Posten des obersten Vorarbeiters in der „Forge du Sud“ und ist jetzt auch jener des Landesbürgers Nummer Eins. Ein Job, den der „unsterbliche Optimist“ zu 100 Prozent mit Lust und Laune macht. Außer frühmorgens: „Vor der ersten Tasse Kaffee bin ich ein alter ‚Granzert‘“.
Hart aber herzlich
journal.lu - 09.08.2015

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