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Ganz ohne Samthandschuhe: Turniersieg für Birkenwerder beim Rollstuhlrugby

Es waren sechs Mannschaften, die sich messen wollten - beim „Rugby“: die „Red Lions“ aus Luxemburg, die „Amsterdam Terminators“, die „Donauhaie Illerieden“, „Bob‘s Angels“, ein Team aus Fahrern aus Holland und Belgien, das Team „BFC Birkenwerder“ sowie das Rugby-Team aus der Schweiz. Wobei Rugby natürlich Assoziationen weckt. Und „Wheelchair rugby“ ? „Rollstuhlrugby ist ein Vollkontaktsport, da gibt es keine Samthandschuhe für Behinderte. Es ist intensiv, schnell, laut, taktisch und hart. Ein Teamsport, bei dem es zur Sache geht“, wie Steve Diederich, Präsident der „Wheelchair Rugby Luxembourg Asbl“ und Spieler von den „Red Lions“, ausführt. Rollstuhlrugby (englisch: „Wheelchair rugby“) ist eine Mannschaftssportart für Sportler, die, wie es offiziell heißt, „an mindestens drei Gliedmaßen eingeschränkt sind“. Rollstuhlrugby wurde in den späten 70ern in Kanada entwickelt und wird heutzutage in über 20 Ländern in der ganzen Welt gespielt und ist paralympische Sportart. In Kanada wurde es zunächst „Murderball“, in den USA „Quad Rugby“ genannt. In den späten 1980ern wurde der Sport außerhalb der Vereinigten Staaten offiziell in Rollstuhlrugby umbenannt.

Gutes Feedback von den Mannschaften

Es ist ähnlich dem herkömmlichen Rugby und wird mit einer Art Volleyball gespielt - es geht also durchaus zur Sache. Am Samstag hatten die Luxemburger ein Spiel gewonnen und eins verloren. „Es waren spannende Spiele über die beiden Tage hinweg“, erzählt Diederich, Mitglied der deutschen Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft, gegenüber dem „Journal“. Am Ende sprang dann ein dritter Platz für die Luxemburger heraus. Im Finale standen sich „Bob‘s Angels“ und „BFC Birkenwerder“ gegenüber, das Birkenwerder mit 50-47 nach Verlängerung für sich entscheiden konnte.

„Wir als Organisator ‚Wheelchair Rugby Luxembourg Asbl‘ haben ein gutes Feedback von den Mannschaften bekommen“, sagt Diederich, auch wenn es noch schwer sei, die Zuschauer zu mobilisieren. „Da wir eigentlich nur eine Veranstaltung in Luxemburg haben, müssen wir weiter an der Werbung arbeiten. Aber wir bekommen auch immer mehr Routine.“


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