CLAUDE KARGER

Zeit sich warm anzuziehen: Bei der letzten Amtsübergabe dieser Regierungsumbildung überreichte die frisch gebackene Genossin Gesundheitsministerin „Wirtschaftsminister Franz Fayot (LSAP) einen wärmenden Schal“, wie das „Wort“ zu berichten wusste. Braucht er wohl, denn der sozialistische Ressortkapitän will ja eine Menge umkrempeln. „Die herkömmliche Wirtschaft, die auf kurzfristigen Profit aus ist, ohne Rücksicht auf Umweltfragen zu nehmen, ist am Ende“, verkündete er gestern etwa dem „L‘Essentiel“ gegenüber, „wir müssen ein Standort für innovative und nachhaltige Unternehmen werden“, vertraute er dem „Wort“ an, „Industrien, die mehr auf Kreislaufwirtschaft setzen, die weniger Emissionen ausstoßen, weniger Verkehr produzieren“. Na, wenn das Carole nicht freut? Und François und Henri - der vom „Logement“. Letzterer schnippelt übrigens liebend gern an Birkenfeigen rum, wie wir aus der „Revue“ erfahren. Der „Ficus Benjamina“ im Versammlungsraum des Wohnungsbauministeriums vertrage nämlich „einen harten Schnitt“ so der rebscherenschwingende Spross einer Winzerfamilie, „aber auch im Logement ist ein harter Schnitt nötig“. Und nicht nur da. Siehe „großherzogliches Tohuwabohu“ (Télécran). Die Zurechtschneidung hat längst begonnen...