ESCH-ALZETTE/LUXEMBURG
PW

Brustkrebstag unter dem Titel „Le CHEM en rose“ - Rosa Flash-Mob

Das Thema ist alles andere als schön, aber es sollte weder verschwiegen noch vergessen werden - Brustkrebs. Gestern organisierte das CHEM (Centre Hospitalier Emile Mayrisch) in Esch-Alzette unterstützt von „Europa Donna“ seinen ersten Brustkrebstag mit dem Titel „Le CHEM en rose“. Neben Informationen und Workshops sollte ein Flash-Mob unter der Überschrift „Pink Mob“ der Höhepunkt sein.

Der Hintergrund ist mehr als eindeutig. Mit einem Anteil von 30 Prozent ist Brustkrebs weltweit die häufigste Krebsart bei Frauen. Die Patientenzahlen steigen, selbst Männer erkranken an der Krankheit. Anderseits steigt die Heilungsrate durch Früherkennung, bessere Therapien und Fachgebiete übergreifende Betreuung seit zehn Jahren deutlich an.

Informationen...

Die Besucher konnten sich am Vor- und am Nachmittag im Foyer des CHEM über den Themenkomplex Brustkrebs informieren, von Selbstuntersuchung bis zu Heilungsmethoden.

...Workshops...

Am Nachmittag gab es eine Reihe von Workshops. Etwa die Vorstellung der „Breast Care Nurse“ von „Europa Donna“. Eines der größten Probleme ist die Frage nach der richtigen Kommunikation: „Wie mit Familie und Freunden über meine Krankheit reden?“ Handfest wurde es im Workshop „Ernährung und Brustkrebs/Mythen und Fakten“. Mit der Aufforderung Sport zu treiben stellte sich die „Association Luxembourgeoise des Groupes Sportifs Oncologiques“ vor.

...Flashmob

Der Flashmob, der von einer Theatergruppe des Lycée de Garçons und Schülern des Hubert-Clement-Lyzeums unterstützt wurde, sollte vor allem Solidarität vermitteln: „Ihr seid nicht alleine.“ Die Teilnahme war natürlich jedem frei gestellt.

Einzige Bedingung war irgendein Kleidungsstück in Pink. Der Escher Bürgermeister Georges Mischo kam in einem rosa T-Shirt und stand mit unter einer beeindruckenden Teilnehmer.

Das Brustkrebs-Screeningzentrum des CHEM ist jetzt ein Jahr alt. Das Hospital beschreibt die Aufgaben so: „Die Abteilung wurde so geplant, dass das Gesundheitsteam zwei unterschiedliche Patientenströme betreuen kann - sei es im Rahmen eines individuellen Befundes oder des vom Gesundheitsministerium eingerichteten Mammographie-Screeningprogramms - und bietet multidisziplinäre Sprechstunden mit Onkologen oder Gynäkologen an. Die rund 10.000 Mammographien, 4.000 Ultraschalluntersuchungen, 250 MRT-Aufnahmen und 250 Eingriffen (Punktionen, ultraschallgesteuerte Mikro- und Makrobiopsien, präoperative Untersuchungen), die jährlich im CHEM durchgeführt werden, ermöglichen es, jedes Jahr rund 150 neue Brustkrebsfälle zu diagnostizieren.“