LUXEMBURG
LJ

Seit 2014 ist die zivile Zeremonie das Herzstück der Feierlichkeiten zu Nationalfeiertag. Eine Gelegenheit zu der auch der Großherzog das Wort ergreift. Gestern lobte er in der Philharmonie die Gemeinsamkeiten, die das Land auszeichnen. „Am Nationalfeiertag legen wir unsere Differenzen ab und blicken auf unsere Gemeinsamkeiten, die uns als Nation auszeichnen“, sagte der Großherzog. Man habe allen Grund dazu, auf einander stolz zu sein.

Gemeinsames Schicksal Europa

„Wir blicken aber auch über unsere Grenzen hinweg und sehen Risse, die sich rund um die Welt auftun“, meinte der Großherzog weiter. „Diese Risse sind ein Ausdruck eines Epochenwechsels, bei dem internationale Zusammenarbeit an Stellenwert verlieren“. Darum gelte es, einen klaren Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung zu treffen. Das bedeute auch eine Bekenntnis zu Europa als Schicksalsgemeinschaft.

„Die lange Zeit der Unbeschwertheit ist vorbei, zumindest vorläufig“, unterstrich er. „Die Herausforderungen verlangen Mut und starken Willen“. Man sei es den voran gegangenen Generationen schuldig, dieselbe Durchsetzungskraft an den Tag zu legen und es ihnen im Kampf gegen die negativen Kräfte unserer Zeit gleich zu tun. Zeigen, dass wir „überzeugt von unserer Demokratie, unseren Institutionen, unseren Werten und unserer Gesellschaft“ sind, wie der Großherzog betonte. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte seien keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat eines langen Prozesses. Auch, wenn „Luxemburg bislang in der Welt voll Unruhe gut davon gekommen ist“, wie der Großherzog meinte. Eine harmonische Zusammengehörigkeit führe zu wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Erfolg. Diesen nuancierten Zusammenhalt gelte es, zu stärken. „Wenn wir unserer Einheit weiter treu bleiben, können wir alle zusammen in eine gute Zukunft blicken, und auch international und in Europa mit starker Stimme Gehör finden“, sagte er.

Zudem erinnerte er an die anstehenden Wahlen und rief die teilnehmenden Akteure zu einem fairen, konstruktiven und lebendigen Wahlkampf auf, der im gegenseitigen Respekt geführt werden müsse. „Ein solcher Wahlkampf ist gut für unser Zusammenleben und ein Zeichen einer erwachsenen Demokratie“, sagte der Großherzog abschließend.