BASCHARAGE
CORDELIA CHATON

Schutzkittel aus Tyvek kommen jetzt nicht mehr aus Luxemburg

Bascharage Am Freitag wurde die Produktion heimischer Schutzkittel aus Tyvek für das klinische Personal eingestellt. Sie lief seit März in Bascharage und war aufgrund der massiven Nachfrage in der COVID-19-Krise von der „Fondation des Hôpitaux Robert Schuman“ eingerichtet worden, um eine schnelle, sichere Belieferung des Klinikpersonals mit Schutzkleidung sicherzustellen. Genäht wurde in der Halle, in der Eva Ferranti sonst fertigen ließ, die die Initiative durch Kontakte unterstütze. Während der Krise von Mitte März bis Ende Mai entstanden hier täglich 250 Schutzkittel. Jetzt werden die 20 Mitarbeiterinnen, die hier genäht haben, woanders arbeiten. Die Hälfte der Halle ist bereits vermietet. Schutzkleidung wird wieder in China bestellt, da sie dort drei Mal billiger ist.

In Luxemburg gibt es durchaus Stimmen, die das bedauern. Gerade um das Thema Schutzkleidung gab es eine große Diskussion, denn hier geht es um Verfügbarkeit und verlässliche Qualität. Das Projekt war zwar nie eine langfristige Option, doch die Frage, wie sinnvoll es ist, hier im Land Leute zu qualifizieren und zu beschäftigen, um unabhängig von China zu sein, bleibt für viele Entscheider relevant. LJ