PASCAL STEINWACHS

In der Erzbistumszeitung wurde am Samstag mal wieder derart unchristlich auf die politische Woche zurückgeglubscht, dass die Wochenrückblicklerin riskiert, wegen ihrer Bösartigkeit auf ewig und immer im Höllenfeuer zu schmoren, und da soll es heißer als heiß sein. So kommt die Rückblicklerin im Zusammenhang mit der Frieden-Nachfolge zur Schlussfolgerung, dass die Karateka-Politikerin Tessy Scholtes, die ja eigentlich als Nächstgewählte dran gewesen sei, sich, „wie schon beim ersten Mal“ (gemeint ist natürlich die erste Chambernachrückaktion), geziert und schließlich „nach langem Überlegen“ (Frau Scholtes ist Mutter geworden) abgelehnt habe: „Das mit den familiären Gründen müsste die angehende Sportlehrerin im Herbst vor den Wahlen doch zumindest geahnt haben“. Bei einer Ex-Karate-Vizeweltmeisterin hätten wir uns vielleicht etwas diskreter ausgedrückt, aber vielleicht ist die „Wort“-Journalistin ja Boxerin.

Cooler als cool ist indes Eliette von Karajan (die Witwe von Herbert) die gestern in der „Welt am Sonntag“ auf die Frage, ob sie denn Conchita Wurst kenne (das Interview wurde in einem Bistrot geführt), nonchalant entgegnete: „Nein, aber ich glaube, die Gambas sind ganz gut. Die werde ich nehmen“. Guten Appetit...