LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Fazit von drei Tagen Rock-A-Field mit Interview von „Ice in my eyes“

Nach drei Tagen Hitze, Schweiß und guter Musik ging das „Rock-A-Field“-Festival gestern Abend zu Ende. Der diesjährige Essens-Renner war wohl die Wassermelone, in die so viele voller Genuss reingebissen haben. Musikalisch dürfte auch jeder auf seinem Geschmack gekommen sein, denn anders als der Name des Festivals annehmen lässt, traten hier nicht nur Rock-Bands auf. Von Rock über Indie bis hin zu Hip Hop war fast alles dabei. Olivier Treinen und Luc Hoffmann von „Ice In My Eyes“, die am Samstagnachmittag auf dem Rock-A-Field auftraten, verraten ihre neuesten Pläne und ihren Eindruck vom Festival.

2013 habt ihr Eure erste Single veröffentlicht. Wie habt ihr Euch in diesen zwei Jahren verändert?

Olivier Treinen Als „Move“ veröffentlicht wurde, war Ice In My Eyes noch eher ein Solo-Projekt von mir mit anderen Leuten. Im Laufe der letzten zwei Jahren kamen dann zwei neue Bandmitglieder dazu, Ben Thommes und Mike Koster, und mit ihnen auch ein neuer Input für die Band. Mit dieser Konstellation wurde aus einem Solo-Projekt ein Band-Projekt. Außerdem unterscheidet sich das neue Album vom ersten, darin dass wir das erste noch traditionell aufgenommen haben und das neue Album soll wie ein Live-Konzert klingen. Diese Idee entstand durch das Feedback der Leute. Diese mögen zwar unser Album, finden aber, dass es live einfach noch viel mehr rockt.

Euer zweites Album wird noch diesen Herbst veröffentlicht. Worauf dürfen sich die Fans freuen?

Treinen Ein genaues Datum für die Veröffentlichung gibt es noch nicht. Wir haben allerdings ein Stichdatum: Oktober. Das neue Album wird auch nicht nur in Luxemburg veröffentlicht, sondern auch in anderen Ländern. Die neue CD wird direkter, dynamischer und auch ehrlicher. Da wir das Album live aufnehmen, nehmen wir nicht schön der Reihe nach auf, sondern alle zusammen in einem Raum.

Ihr habt vorhin alle in anderen Bands gespielt. Wie seid ihr schlussendlich zu dieser Konstellation gekommen?

Luc Hoffmann Wir kannten uns auch schon, als wir noch in unterschiedlichen Bands gespielt haben. Danach kam dann das Eine zum anderen und wir haben versucht etwas auf die Beine zu stellen. Man fängt halt mit irgendetwas an und merkt dann auf einmal, dass das, was man tut, gut ist und dann arbeitet man immer weiter daran. Was schön zu sehen ist, ist, dass eine Progression vorhanden ist und ich hoffe, dass diese wird auch nicht aufhören wird.

Treinen Eine gewisse Generation von luxemburgischen Musikern hat sozusagen „Inzest“ betrieben. Von den späten 90ern bis heute war immer irgendeine Band, die sich aufgelöst hat. Dann sind die Bandmitglieder zu anderen Bands gewechselt und das hat dann so seinen Lauf genommen.

Wie fandet ihr das diesjährige „Rock-A-Field“-Festival und was sind Eure Highlights?

Hoffmann Auf dem „Rock-A-Field“-Festival zu spielen ist natürlich etwas sehr Besonderes. Die meisten Bühnen, auf denen wir gespielt haben, waren um einiges kleiner. Man muss sich also schon mal an die Größe der Bühne gewöhnen. Es war natürlich sehr heiß und die Leute, uns mit inbegriffen, waren etwas erschlagen. Dennoch war es ein sehr cooles Event. Wir bedanken uns natürlich auch herzlichst beim ganzen Team. Für mich war das diesjährige Highlight Muse.

Treinen Meine Favoriten dieses Jahr waren Kate Tempest, We Were Promised Jetpacks und natürlich auch Muse.