Der coolste Grieche unterhalb des Olymps ist derzeit zweifellos Gianis Varoufakis, Zockereispezialist, neuer Kassenwart und Athens hinreißendste Mode-Ikone seit Nana Mouskouri. „Ja, da geht der Damenwelt förmlich das Herz auf. So sexy kann Finanzkompetenz daherkommen, so heiß kann ein mögliches Grexit aussehen. Varoufakis‘ Stil scheint niemanden kalt zu lassen“, schwärmt eine „t“-Redakteurin. Ja nichts ändern bitte: „Der No-pasaran-Gestus und das Bisschen unverbrauchte Aufmüpfigkeit gepaart mit intellektuell angehauchtem Rock’n’Roll Habitus in Form unpolierter Schnürboots, nur ansatzweise gebügelte Hemden und aufgestellter Kragen kann so angenehm erfrischend sein, inmitten des Krawattenmeeres. Es bringt ein Quäntchen Rebellion in die Finanzpolitik, hängt die Latte gleichzeitig aber sehr hoch: Es fällt sich tief vom hohen Ross der Revolution“. Stimmt. Da haben sich selbst die härtesten Knochen schon mal was verrenkt. Aber wer nichts wagt... Und so richtet das „t“ einen leisen „Appell zu mehr „attitude““ an die Finanzminister. Yeah! Biker-kluft statt Langweiler-Anzug. „Athleisure“-Look - „Jogging-Hosen und Sweatshirt sind so salonfähig wie noch nie zuvor“, schreibt das „Wort“ - statt verschwitzte Hemden für die Marathon-Sitzungen über das hellenische Drama. Dann geht der griechische Knoten von selbst auf.

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