Die jungen Politiker sind auch nicht mehr das, was sie einmal gewesen sein sollen. Wo gestandene Politpersonen sich auf Leute wie Churchill, Plato (der Grieche, nicht der Hund), Aleister Crowley, Claire und Félix oder wenigstens Premierchef Juncker oder Ehrenchef Werner bezogen hätten, hat der CSV-Abgeordnetenbenjamin Serge Wilmes ganz andere Vorbilder, wie er jetzt „paperJam“ verriet. Richtige Helden würden nämlich nur in der Fiktion existieren, und dort bevorzuge er Tim und Struppi sowie Pippi Langstrumpf. Können wir verstehen. Der eine tut sonst nichts als um die Welt düsen und Abenteuer erleben (immer noch unschlagbar: „Ottokars Zepter“ und der Machtkampf zwischen Syldavien und Bordurien), derweil die andere ein freches Ding ist und sich - und da verbindet sie so wohl einiges zur Wilmes-Partei - die Welt, widewidewitt, einfach so macht, wie sie ihr gefällt.

Weitaus ernsthafter geht es da gottlob im „Tageblatt“ zu, das seiner Leserschaft diese Woche mal wieder eine Kinderseite kredenzte, diesmal zum Thema „Eine neue Regierung“. Denn: „Du hast es sicherlich schon längst bemerkt: Bald gibt es wieder Wahlen in Luxemburg“. Toll! Die Kids werden die Seite mit Sicherheit schneller als hurtig verschlingen...