Das Motto der diesjährigen Rückkehr auf die Schulbänke  lautet  „Maximal Chancen fir d‘Bildung a minimal Chancen fir de Virus“, wobei es Unterrichtsminister Claude Meisch zufolge im Schuljahr 2020/2021 vor allem um das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen geht, deren Freiheiten während den vergangenen Monaten stark eingeschränkt wurden, sowie um die Schaffung von Zukunftsperspektiven. Der Slogan einer letztwöchigen Pressekonferenz zur Rentrée war dann auch „Mir këmmeren eis. Wuelbefannen an Zukunftschancen“.

„Bildungsminister Claude Meisch hat vergangene Woche die bildungspolitischen Prioritäten für dieses Schuljahr vorgestellt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Rentrée steht sowohl das Wohlbefinden der Schüler als auch das altersgerechte Heranführen an die Digitalisierung.

Zukunftstechnologien können bekanntermaßen nur jenen nutzen, die sie verstehen und anzuwenden wissen. So wird im Cycle 4 der Grundschule unter anderem ein Kursus zum Erlernen der Informatik-Kodierung angeboten werden.

Zur Rentrée 2021/2022 ist dann die Einführung eines neuen Schulfachs für die unteren Klassen im Sekundarunterricht vorgesehen, in dem die Schüler in die Grundprinzipien der digitalen (und beruflichen) Welt vorbereitet werden.  Aus Sorge um die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie auf jene Schüler, die gerade ihr Abschlussdiplom gemacht haben, hat Claude Meisch überdies das „Diplôme +“ eingeführt.

Weil es die vergangenen Monate nicht einfach war, einen Studienplatz auf einer Hochschule zu bekommen oder einen Arbeitsplatz zu finden, können die Betroffenen in diesem Programm fehlende Kompetenzen nachholen oder schon erworbene Kenntnisse vertiefen.

Die Digitalisierung zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm des Bildungsministerium. Dies gilt auch für das Schaffen einer „Université populaire“, welche für die Rentrée 2021 geplant ist. Hier sollen verschiedene Formationen für Erwachsene angeboten werden. Es geht um den Ausbau von bereits vorhandenen Kompetenzen, aber auch das um das Erlernen von neuem Wissen.  

Um die negativen Auswirkungen des letzten halben Jahres auf die Schüler abzuschwächen, werden dieses Schuljahr bereits Nachhilfekurse ab dem 1. Trimester angeboten und die Plattform „Schouldoheem.lu“ wird weitergeführt, teils sogar ausgebaut. 

Verschiedene dieser Covid-spezifischen Maßnahmen werden auch über die Pandemie hinweg Bestand haben. 

Die DP unterstützt den Bildungsminister auch in seinen Bemühungen, das Wohlbefinden der Schüler zu stärken und ihnen gute Zukunftschancen fürs Leben zu bieten. 

Deshalb werden im Herbst Jugend-Akzisen organisiert werden. Das Bildungsministerium will nämlich dafür sorgen, dass das Engagement der Jugend im Vereinsleben und in der Zivilgesellschaft nicht definitiv abreißt. 

In diesem Sinne sei allen Schülern, Eltern und Lehrern ein gutes Schuljahr gewünscht.“