LUXEMBURG
SVEN WOHL

Studentenvertretung ACEL kritisiert Praktikumsgesetz

Ein fehlender Satz sorgt für Kritik seitens der Studentenvertreter der „Association des Cercles d‘Étudiants Luxembourgeois“ (ACEL): „Il en est de même de la personne dont l‘inscription scolaire a pris fin depuis douze mois au maximum.“ Er wird in einem der Zusatzartikel des neuen Gesetzprojektes zum Praktikum vermisst. Dadurch wird implizit jenen Studenten ein Praktikum erschwert oder unmöglich gemacht, die sich nach dem abgeschlossenen Bachelor-Studium durch ein Praktikum zusätzlich orientieren wollen. Schließlich könnte man durch den Perspektivgewinn eine bessere Wahl beim späteren Masterstudium treffen.

Bis zur Ausformulierung dieses Gesetzprojektes herrscht bei den Praktika in Luxemburg Unsicherheit. Was dazu führe, dass weniger Unternehmen ein Praktikum, das in vielen Studiengängen vorausgesetzt wird, anboten. Durch diesen fehlenden Zusatz sehen die Köpfe der Studentenvertretung ACEL jedoch einen bedeutenden Teil der Studenten ausgeschlossen.

Eine nicht ganz so starke Kritik übt die Organisation an einem Absatz, der die Dauer eines Praktikums auf sechs Monate innerhalb 24 Monate beim gleichen Arbeitgeber begrenzt. Hier sieht die ACEL eine „alarmierende“ Einschränkung der Arbeitgeber. Ansonsten begrüße man jedoch das generelle Plus an Klarheit, das man durch den Gesetzestext, an dem man mitgearbeitet habe, gewonnen hätte. In einigen Punkten, wie etwa beim Betreuer, wünscht man sich noch eine weitere Klärung und Präzisionen.

Im Dienste der Studenten

Jedoch ist diese Kritik nicht der einzige Einsatz für Studenten, die die Organisation aufzuweisen hat. Abseits dessen ist man etwa in Österreich aktiv, um dafür zu sorgen, dass luxemburgische Studenten von der Zahlung der „Gebühren Info Service“ (GIS) ausgenommen wird. Dabei handelt es sich um eine Abgabe für das Radio und das Fernsehen, von der die österreichischen Studenten bereits befreit sind. In Frankreich steht man luxemburgischen Studenten zur Seite, die sich zumindest teilweise die „Taxe d‘habitation“ ersparen wollen. Hiervon scheinen immer mehr Studenten profitieren zu können, stellt die ACEL fest. Immerhin unterstrich Pol Lutgen, Präsident der Organisation: „Die ACEL ist eine Organisation von Studenten für Studenten“.

Informationen für neue und abschließende Studenten

Die ACEL setzt sich nicht nur in diesen Bereichen für die Studenten ein, sondern möchte diese auch so gut wie möglich informiert wissen. Das gilt sowohl für jene, die mit einem Studium beginnen wollen, wie auch für jene, die kurz davor sind, ihr Diplom zu erhalten. Die erste Gruppe wird mit dem „Guide du Futur Étudiant“ angesprochen, welcher in seiner neuen Ausgabe acht Länder und zahlreichen verschiedenen Bildungseinrichtungen abdeckt. Dabei erhalten zukünftige Studenten wichtige Informationen, die bei der Wohnungsbeschaffung, den Fakultäten sowie die Aktivitäten des Studentenvereins vorstellt. Der „Guide du Futur diplômé“ dagegen richtet sich an all jene, die sich noch auf ihr Diplom freuen. Hier gibt es dann zahlreiche Tipps, wie man sich in der Arbeitswelt zurecht findet.

Bei der gestrigen Pressekonferenz blickte man auch auf die großen Events des vergangenen Jahres zurück. Der „Studentenbal“ hätte dieses Jahr fast 4.000 Gäste angezogen. Der Gewinn wäre dabei an die unterschiedlichen Studentenkreise zurückgeflossen. Apropos Studentenkreise: Vier neue Organisationen sind hier zur ACEL hinzugestoßen. Dies sind die „Lëtzebuerger Studenten zu Würzburg“, „Lëtzebuerger BTS Studenten“, „Lëtzebuerger Studenten zu Hambuerg“ und die „Lëtzebuerger Studenten zu Aberdeen“.

Mehr Informationen finden Sie auf www.acel.lu