Wer von Berufs wegen Politikermensch ist, der sollte besser höllisch aufpassen, welche Art von Sätzen er denn so in die Welt herausposaunt, ansonsten ihm seine Sprüche von anno dazumal ganz hurtig ein ganzes Leben lang vorgeworfen werden können.

Hiervon weiß auch unser Premierchef („Wenn es ernst wird, muss man lügen“) das ein oder andere Liedchen zu singen. Gestern kam er dann auch in der „Frankfurter Rundschau“ zu Ehren, dies im Zusammenhang mit der neu gegründeten Partei „Alternative für Deutschland“, die herausgefunden hat, dass die Menschen „die Nase voll von Leuten wie Juncker“ haben, möchten sie die Politik doch selbst gestalten und „nicht mehr herumgeschubst“ werden.

Innerhalb der Regierung herumgeschubst wird dieser Tage indes Kultur-, Parlamentsverbindungs- und Vereinfachungsministerin Octavie Modert, die ja jetzt, Juristin wie sie ist, das Justizressort übernehmen soll. Davor hatten böse Zungen das fiese Gerücht in die Welt gesetzt, Finanzminister Frieden würde wieder die Juristerei übernehmen, verstehe dieser doch erwiesenermaßen nichts von Finanzen. Wäre doch eigentlich logisch gewesen. Frau Modert wünschen wir trotzdem eine gute Hand...