LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Schwerst beeindruckt zeigten sich dieser Tage die „Aachener Nachrichten“ über den „Lieblings-Luxemburger“. Nein, es handelt sich nicht um den gerade thronjubilierenden Staatschef, nicht um den Piloten unseres funkelnagelneuen Militärfliegers - „der 197-Millionen-Euro-Adler“, wie das „T“ das Ding nennt -, nicht um einen der hiesigen Velo-Cracks, den Regierungspremierboss, die Chef-Corona-Bekämpferin  aus der Villa Louvigny oder gar Starköchin Léa Linster: gemeint ist natürlich unser Chefdiplomat und Ober-Talkshow-Tingler, der druckreife Schlagzeilen am laufenden Band zu liefern vermag. Die Aachener Kollegen sind immer noch begeistert, wie unser „Jang“ dem ruchlosen Migranten-Hasser Salvini einst ein „Merde alors“ - „frei übersetzt heißt das „Heilige Scheisse““ - entgegen schleuderte. Tja, „Asselborn, der einst als Arbeiter in einer Reifenfabrik begann und erst über den zweiten Bildungsweg Abitur machte, ist ein Mann der klaren Worte geblieben“. Und dass der Politiker mit dem „Herz auf der Zunge“ nicht ungern stichelt, ist dem AN-Korrespondenten bei der kürzlichen Vorstellung der Asselborn-Biographie auch nicht entgangen. „Ich habe gehört, Berlin-Mitte ist auch auf der Liste“, mokierte sich der Gast über die Einstufung seines Landes als Corona-Hölle. In Berlin-Mitte befindet sich nämlich der Dienstsitz von Kollege Heiko Maas.