MAMER
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Premierminister Bettel besichtigt Produktion und Forschung des Hartmetall-Spezialisten

Es gibt nur wenig Unternehmen, die sich als unbekannte Champions ihrer Branche bezeichnen können. Ceratizit, der Hartmetall-Spezialist aus Mamer, gehört dazu und spielt weltweit ganz vorn mit.

Davon konnte sich Premierminister Xavier Bettel am Dienstag während der Besichtigung des Unternehmens in Mamer persönlich überzeugen. Das Unternehmen, das in Luxemburg 1.200 seiner weltweit 6.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Das liegt auch an weltweiten Zukäufen.

Schon zwei Zukäufe in 2017

Erst Mitte Januar 2017 gab Ceratizit eine Vereinbarung zur Übernahme der Mehrheit am kalifornischen Vollhartmetall-Werkzeughersteller Best Carbide Cutting Tools, LLC bekannt. Laut Jacques Lanners, Co-Vorstandsvorsitzendem der Ceratizit-Gruppe, stärkt die Gruppe so das Kundennetzwerk in den USA und baut das Netz von Distributoren aus. „Best Carbide ist für die hohe Qualität seiner Produkte bekannt, deren Fokus auf High-End-Mikrowerkzeugen liegt“, sagt Lanners. Ceratizit versucht, in Schlüsselbereichen die Marktführerschaft zu übernehmen. Anfang Januar hatte Ceratizit das deutsche Unternehmen Becker Diamantwerkzeuge übernommen. Becker produziert äußerst verschleißfeste Werkzeuge für die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Medizintechnik und die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Schneller Online-Vertrieb

Der Premier zeigte sich vom Online-Vertrieb beeindruckt. Über www.wnt.com können Kunden weltweit über 50.000 Artikel von Ceratizit online bestellen. „Bei einer Bestellung bis 19.00 liefern wir am nächsten Tag“, betont Lanners. Bettel zeigte sich beim Besuch des Forschungslabors beeindruckt. Dort visualisieren Experten Kristalle von Beschichtungen bei 1.100°C und entwickeln Thermoschock-Test. Ceratizit hat trotz 840 Millionen Euro Umsatz auch Sorgen. Dazu gehört der Nachwuchs ebenso wie die Lage in China und den USA.