NIEDERKORN/TITELBERG
GASTON FREYMANN

Keltisches Oppidum Titelberg - Restaurierter Teil der archäologischen Stätte eingeweiht

Der „Tetelbierg“ wie er im Volksmund genannt wird, zählt zu einer der wichtigsten archäologischen Stätten des Landes und liegt teilweise auf dem Terrain der Gemeinden Differdingen und Petingen. Die bedeutendste Phase des Titelbergs war ab dem Ende des zweiten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung, als sich eine befestigte Stadt (Oppidum) hier befand und hier das politische ökonomische und religiöse Zentrum der Treverer in den Zeiten der Unabhängigkeit war und auch während der ersten Jahrzehnte nach der Eroberung Galliens durch Cäsar.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert werden auf dem Titelberg Ausgrabungen durchgeführt. Anfangs durch das Staatsmuseum, seit seiner Gründung 201, durch das nationale Zentrum für archäologische Forschungen. In Gegenwart von Kulturministerin Maggy Nagel und der Schöffen- und Gemeinderäte aus Differdingen und Petingen fand gestern Nachmittag die Einweihung des restaurierten Teils der archäologischen Stätte statt. Gleichzeitig wurde eine Broschüre vorgestellt, die zu diesem Anlass verfasst wurde.

Spannende Archäologie

Von einem kulturellen und gleichzeitig naturbelassenen Erbe sprach Ressortministerin Maggy Nagel in ihrer Ansprache. Der Titelberg, der zu einer der wichtigsten und gleichzeitig spannendsten archäologischen Stätten des Landes zählt, werde leider vom Publikum verkannt. Der Titelberg biete mit dem Bereich „Gielen Botter“ Natur pur, einladende Spazierwege und ermöglicht dem Besucher gleichzeitig, sich im Fonds de Gras ein Bild von der industriellen Vergangenheit im südlichen Landesteil zu machen. Der Besucher hat auf dem Titelberg die Möglichkeit nachzuvollziehen, was dort vor mehr als 2.000 Jahren geschah. Wichtig sei es vor allem, die Vergangenheit zu kennen, um die Zukunft aufzubauen.

Neben den beiden Gemeinden, die sich um den Unterhalt der Stätte kümmern, sprach sie ihren Dank auch den vielen freiwilligen Helfern aus, bei denen Engagement und Leidenschaft sehr groß sind. Besonders hob sie die Verdienste von Nicolas Gaspar und Lydie Homan hervor, die seit drei Jahrzehnten unermüdlich im Einsatz sind.