CLAUDE KARGER

Ob das für heute angesetzte Treffen zwischen Polizeiminister und Gemeinden zum Thema Schließung einiger Polizei-Kommissariate wirklich zum „High Noon“ wird, wie das „Tageblatt“ am Samstag schon mal vorab dramatisierte? Hoffentlich bleibt das Ganze friedlich. Auch der „Morgen der langen Messer“ in Schifflingen - ein anderer Titel im Samstags-“T“ zu der offensichtlich sehr aufregenden und an persönlichen Anwürfen reichen Gemeinderatssitzung am Freitag - endete zum Glück noch friedlich. Eine regelrechte Friede-Freude-Eierkuchen-Atmosphäre herrscht derweil mittlerweile zwischen dem Iran und den Westmächten nach dem Atom-Deal und dem Ende der Wirtschaftssanktionen. Die Europäer überbieten sich „im Lieb-Kind-Machen bei den Mullahs“, stellt der „Wort“-Wochenrückblicker fest. Italien ereiferte sich, jahrtausendealte Nackedeis mit Spanplatten zuzunageln und sogar der Chianti zum Abendessen musste diesmal im Keller bleiben, damit ja kein Milliarden-Geschäft durch die Lappen geht. Über die schweren Menschenrechtsverletzungen in der Theokratie wird derweil bestenfalls geflüstert. „Wer Toleranz als Einbahnstraße versteht, sollte sich nicht wundern, wenn er eines Tages in einer Sackgasse endet“, heißt es in der Erzbistumszeitung. Und dann gibt es meist einen echten „High Noon“.