LUXEMBURG
PATRICK WELTER

20. Nationale Wohnungsbauwoche liefert Informationen rund ums Bauen und Finanzieren

Der Wohnungsbau ist eines der dringendsten, wenn nicht das wichtigste politische Thema des Landes. Der ungebremste Anstieg der Wohnungspreise verlangt nach besonderen Lösungen in Sachen Wohnen. Alljährlich gibt die nationale Wohnungsbauwoche Anstöße und zeigt Lösungen bei der Baufinanzierung, genauso wie neue Arten des Bauens. In diesem Jahr zum 20. Mal.

Am kommenden Donnerstag startet die (viertägige) Semaine Nationale du Logement 2013 in den Messehallen in Luxemburg-Kirchberg, die zehnte dieser Art, und bietet bis einschließlich Montag ein Gesamtbild des Luxemburgischen Wohnungsmarktes. Von Angeboten an Neubauten, über projektierte Bauvorhaben bis hin zu langfristigen Ideen. Es geht dabei nicht nur um den klassischen Immobilienkauf, sondern auch ums Mieten oder alternative Modelle wie die Erbpacht.

Banken und Versicherungen erläutern ihre Finanzierungsmodelle, während Beamte des Wohnungsbauministeriums über die zahlreichen staatlichen Zuschüsse und die verschiedenen Möglichkeiten Steuer zu sparen informieren, mit denen der Immobilienerwerb unterstützt wird. Energetisches Bauen, alternative Energien und Energiesparmaßnahmen gehören mittlerweile zum Standardangebot der Messe.

Minister Schank informierte darüber, dass den Besuchern der Semaine Nationale du Logement insgesamt 70 Informationsstände offen stehen. Zu den Ausstellern zählen 13 öffentliche Verwaltungen, neun Immobilienmakler, sieben gemeinnützige Vereine, elf Finanzinstitute und -dienstleister, fünf andere Dienstleister und 23 Bauträger und Baugesellschaften.

Vorträge und Sonderaustellungen

Am Donnerstagabend (19.00) gibt es einen Fachvortrag von Urs-Thomas Gerber, Dipl. Ing. FH, Lehrbeauftragter BFH, Bern (CH), zum „Nachhaltiges Bauen - Holz- und Massivbau im Vergleich“ Zum zehnten Mal zeigt der Architektenverband OAI aktuelle Referenzen der Luxemburger Architekturbüros. In einer zweiten Ausstellung geht es um das Wohnen im ländlichen Raum in Lothringen, Luxemburg und der Wallonie. Mit Umwelttechnik und Sanierung befassen sich die beiden Ausstellungen „Passiv bauen, aktiv gewannen“ und „Zukunft der Vergangenheit (Erneuerung von Gebäuden der Baujahre 1945 bis 1979). Mit dem Wohnen junger Menschen beschäftigt man sich unter dem Titel „Wunns de scho alleng oder sichs de nach?“